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    Schweizer verlangen von Unternehmen und Staat mehr Nachhaltigkeit

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    Zürich,

    Schweizer Bürger verlangen von Unternehmen und Staat mehr Engagement für die Umwelt.

    Nachhaltigkeit
    Über die Hälfte der Schweizerinnen und Schweizer sind laut einer Studie der Meinung, dass Unternehmen und der Staat das Thema Nachhaltigkeit vorantreiben sollten. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

    Mehr als die Hälfte der Schweizer fordert von Unternehmen und dem Staat mehr Nachhaltigkeit. Aber auch Konsumenten sollen verstärkt ihren Einfluss geltend machen.

    Zu diesem Schluss kommt eine am Montag veröffentlichte Untersuchung des Beratungsunternehmens Deloitte. Dafür wurden 1900 in der Schweiz lebende Personen befragt.

    Insgesamt sehen zwei Drittel der Befragten die Unternehmen in der Pflicht, das Land nachhaltiger zu gestalten. 61 Prozent sehen den Staat und 53 Prozent sich selbst als Konsumenten in der Verantwortung.

    Nachfrage treibt Wandel voran

    Gemäss Liza Engel, Nachhaltigkeitschefin bei Deloitte Schweiz, führt dies zu einer Zwickmühle. «Konsumenten warten darauf, dass Unternehmen und Regierung handeln, während Unternehmen und Regierung darauf warten, dass die Nachfrage der Konsumenten den Wandel vorantreibt.»

    Unklarer hingen ist, welche Massnahmen die Befragten von Firmen erwarten. Die meisten finden, Unternehmen sollen mehr umweltfreundliche Materialien nutzen (57%), weniger Treibhausgase ausstossen (51 %) und nachhaltigere Produkte anbieten (51%).

    Rund die Hälfte der Befragten unterstützt staatliche Subventionen für umweltfreundlicheres und nachhaltigeres Verhalten. Beispielsweise einen Steuerabzug für Velopendler oder die Subventionierung von veganem Essen.

    Subventionen in der Westschweiz beliebter

    In der Westschweiz sind Subventionen insgesamt beliebter als im Landesdurchschnitt. Die Befragten unterstützen zudem Investitionen in Forschung (46 %) sowie in Bildung und Sensibilisierung (42 %) für nachhaltiges Verhalten. Wenig Unterstützung zeigen die Befragten für zusätzliche Regulierung für Unternehmen und Konsumenten (29%) sowie die Besteuerung wenig nachhaltiger Produkte (27 %).

    Rund drei Viertel der Befragten gaben zudem an, ihr Verhalten in den nächsten zwölf Monaten nachhaltiger ausrichten zu wollen – vor allem junge Menschen und Städterinnen und Städter.

    Bei der Ernährung wollen 57 Prozent nachhaltiger werden, zum Beispiel durch weniger Fleischkonsum. Etwa die Hälfte der Befragten will ihren Konsum umweltfreundlicher gestalten, indem sie weniger Güter und Dienstleistungen konsumieren. 48 Prozent wollen Energie und Wasser sparen.

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