Österreichischer Staat fördert Fondsanlagen für Kinder
Österreich fördert den Vermögensaufbau am Kapitalmarkt ab dem Kindesalter künftig mit einem Startgeld von 500 Euro und Steueranreizen. Die Regierung kündigte dazu die Einführung von sogenannten Zukunftsdepots an, in denen Familien für ihre Kinder bis zu 5000 Euro pro Jahr in Investmentfonds anlegen können.

Auf das Depot kann erst mit 18 Jahren zugegriffen werden. Die darin enthaltenen Werte sollen dann etwa für den Führerschein, eine Ausbildung, die erste Wohnung oder zur weiteren Anlage verwendet werden, sagte Familienministerin Claudia Bauer. «Wir wollen jungen Menschen nicht nur diesen guten Start ins Erwachsenenleben ermöglichen, sondern sie auch ermutigen, Selbstverantwortung für ihre finanzielle Zukunft zu übernehmen», erklärte die Politikerin der konservativen ÖVP.
Ab Anfang 2027 zahlt der Staat Neugeborenen 500 Euro als Starteinlage. Die Zukunftsdepots stehen aber grundsätzlich allen Kindern und Jugendlichen bis 18 offen und können voraussichtlich ab Juli bei Banken eingerichtet werden. Auf Kursgewinne wird keine Kapitalertragsteuer eingehoben.
Österreich geht damit einen etwas anderen Weg als Deutschland: Der Bundestag in Berlin beschloss vorige Woche die Einführung einer «Frühstartrente». Kinder und Jugendliche von 6 bis 18 Jahren sollen künftig pro Monat 10 Euro vom Staat bekommen. Das deutsche Modell ist für die private Altersvorsorge vorgesehen und nicht wie in Österreich für den Eintritt in das Erwachsenenleben.














