Schweizer Landwirtschaft unter Druck – Hohe Preise, steigende Koste

Maja Bojic
Maja Bojic

Obwalden,

Die Schweizer Landwirtschaft steht unter massivem Druck durch steigende Kosten, während Einkommen trotz steigender Preise kaum wachsen.

Landwirtschaft
Die Schweizer Landwirtschaft sieht sich aktuell mit höheren Kosten für Vorleistungen wie Dünger, Energie und Tierfutter konfrontiert. (Symbolbild) - depositphotos

Schweizer Bauern sehen sich aktuell mit höheren Kosten für Vorleistungen wie Dünger, Energie und Tierfutter konfrontiert. Wie die «SRF» berichtet, seien rund drei Viertel der Mehreinnahmen durch steigende Vorleistungskosten bereits aufgefressen worden.

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Die Auswertung der Einkommen zeigt, dass das durchschnittliche landwirtschaftliche Einkommen in den vergangenen Jahren kaum gestiegen ist.

Laut «Agroscope» blieb das Einkommen 2023 stabil bei rund 79'700 Franken pro Betrieb und stagnierte dadurch faktisch.

Schweizer Landwirtschaft: Einkommen steigt kaum trotz höherer Preise

Trotz der Herausforderungen stieg das Einkommen 2024 leicht auf durchschnittlich 81'700 Franken pro Betrieb an. Diese Zunahme sei nur moderat und spiegle nicht ausreichend Entlastungen der Betriebe wider.

Hohe Preise für Produktionsmittel und starke Konkurrenz im Detailhandel verstärken den Druck weiter erheblich. Laut dem Verein «Faire Märkte Schweiz» profitieren Bauern kaum von höheren Absatzpreisen, weil steigende Kosten diese Gewinne neutralisieren

Experten kritisieren die volkswirtschaftlichen Kosten des Agrarsektors als hoch und problematisch für die Bauern und die Landwirtschaft. Laut dem «Schweizer Bauer» führt dies zu einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, ohne dass ein proportionaler Einkommenszuwachs erfolgt.

Produktion steigt, Kosten und Reformdruck belasten Betriebe

Offizielle Statistikzahlen zeigen für 2025 eine positive Entwicklung der Gesamtproduktion. Wie der «Agrarbericht» berichtet, stiegen die Ausgaben für Vorleistungen gleichzeitig erneut, wodurch die Lage der Betriebe belastet bleibt.

Landwirtschaft
In der Schweizer Landwirtschaft steigen die Kosten für Vorleistungen wie Dünger, Energie und Tierfutter deutlich an. - depositphotos

Bundesbehörden planen Reformen in der Agrarpolitik, um Marktmechanismen anzupassen und administrative Lasten zu senken.

Wie «Bluewin» berichtet, will der Bundesrat den administrativen Aufwand für Bäuerinnen und Bauernreduzieren. Ziel ist es, ihnen mehr Handlungsspielraum zu geben und bürokratische Belastungen abzubauen.

Kommentare

User #1380 (nicht angemeldet)

Ich kaufe so wenig wie möglich Schweizer Landwirtschafts Produkte , da der grösste teil mit PFAS Belastet/ Verseucht ist.

User #7842 (nicht angemeldet)

Für die Bauern ist es halt wichtiger im Parlament zu sitzen als auf dem Feld zu stehen.

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