Schweiz bereitet sich auf möglichen Ukraine-Waffenstillstand vor

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Bern,

Bundesrat Ignazio Cassis äussert sich zu den Plänen der Schweiz, den OSZE-Vorsitz im Jahr 2026 für einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine zu nutzen.

Aussenminister Ignazio Cassis hat im «SonntagsBlick» über die Ziele der Schweiz für den OSZE-Vorsitz gesprochen. (Archivbild)
Aussenminister Ignazio Cassis hat im «SonntagsBlick» über die Ziele der Schweiz für den OSZE-Vorsitz gesprochen. (Archivbild) - sda - Keystone/PETER KLAUNZER

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweiz übernimmt nächstes Jahr den OSZE-Vorsitz.
  • Nun spricht Bundesrat Ignazio Cassis darüber.
  • Er will den Vorsitz für einen möglichen Ukraine-Waffenstillstand nutzen.

Bundesrat Ignazio Cassis will den OSZE-Vorsitz der Schweiz im Jahr 2026 für die Vorbereitung auf einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine nutzen. «Mein Ziel ist, dass wir als OSZE bereit sind», sagte Cassis in einem Interview mit dem «SonntagsBlick».

Ein von US-Präsident Donald Trump angestrebter Deal zwischen Russland und der Ukraine könne «ganz plötzlich geschehen – wie beim Gaza-Deal».

Glaubst du an eine baldige Waffenruhe in der Ukraine?

Der Schweizer OSZE-Vorsitz setze insgesamt drei Schwerpunkte: die Konsolidierung der Organisation als sicherheitspolitische Austauschplattform für vertrauensbildende Massnahmen, eine Lösung der blockierten Budgetfrage sowie die Vorbereitung auf einen möglichen Einsatz nach einem Waffenstillstand.

OSZE könnte Beobachter entsenden

Die OSZE könne kurzfristig Beobachter entsenden, eine Waffenstillstandslinie überwachen und Wahlen monitoren. «Aber die Frontlinie besteht aktuell aus 1300 Kilometern – um die ganze Länge zu beobachten, ist die OSZE allein zu klein; da bräuchte es viel Engagement seitens der Teilnehmerstaaten», sagte Cassis.

Die USA als grösster Beitragszahler kritisieren gemäss dem Aussenminister die Organisation habe wie andere multilaterale Institutionen «den Kompass» verloren, und drängten auf Budgetkürzungen.

OSZE: 57 Staaten von Europa bis Nordamerika

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) vereint 57 Staaten von Europa bis nach Nordamerika. Alle Entscheide müssen im Konsens gefällt werden, jedes Mitglied hat ein Vetorecht.

Finnland hat bis Ende Jahr den Vorsitz der Organisation. Ab dem 1. Januar übernimmt die Schweiz für ein Jahr diesen Posten. Festgefahren ist die OSZE derzeit bei der Verabschiedung eines Budgets sowie bei der Festlegung des Vorsitzes für das Jahr 2027.

Kommentare

User #3076 (nicht angemeldet)

Die Schweiz Regierung würde sich besser auf die nächsten Erhöhungen der Krankenkassen vorbereiten. Da hätten auch die Schweizer etwas davon.

User #3076 (nicht angemeldet)

Die offizielle Schweiz hat ihr möglichst getan. Jetzt sollen man Spanien oder Portugal, Österreich oder Tschechien ihren Job wahrnehmen. Die Schweiz tut nur was nichts wirklich nützt aber kostet.

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