Schweizer Armee zieht positive Bilanz zum Einsatz beim G7-Gipfel
Die Schweizer Armee hat ihren Sicherungseinsatz im Rahmen des G7-Gipfels im französischen Évian-les-Bains nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen. Bei dem Einsatz sei es zu keinen Zwischenfällen und im eingeschränkten Luftraum zu keinen Verstössen gekommen.

Vom Beginn des Sicherungseinsatzes am 4. Juni bis zum Donnerstag standen im Durchschnitt täglich rund 4000 Armeeangehörige im Einsatz, wie die Schweizer Armee am Donnerstag mitteilte. Die Armeeangehörigen hätten alle Aufträge zur Zufriedenheit der sicherheitsverantwortlichen Kantone Genf, Waadt und Wallis sowie des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) erfüllen können. «Der Armeeeinsatz verlief in allen Bereichen reibungslos», hiess es in der Mitteilung.
Armeeangehörige haben unter anderem den Schutz von internationalen Einrichtungen übernommen und damit die zivilen Sicherheitskräfte für den interkantonalen Polizeieinsatz im Zusammenhang mit dem G7-Gipfel entlastet. In Kooperation mit Frankreich habe die Schweizer Luftwaffe zudem die erweiterten Massnahmen zur Wahrung der Lufthoheit «erfolgreich durchgesetzt». Im eingeschränkten Luftraum und einem Radius von 46 Kilometern um Évian-les-Bains sei es zu keinen Verstössen gekommen.
Die weiteren Aufgaben der Armee umfassten neben logistischer Unterstützung auch Überwachungsleistungen auf dem Genfersee. Zudem verstärkte die Armee den Schutz der Landesgrenze sowie kritischer Infrastrukturen wie des Flughafens Genf-Cointrin und wichtiger Verkehrsachsen. Die Armee habe ausserdem ihre Fähigkeiten im Bereich Cyber- und ABC-Schutz eingebracht und im unteren Luftraum zur Drohnenabwehr ihre Mittel im Einsatz «erfolgreich angewendet».
Im Rahmen des Eigenschutzes während des Einsatzes zugunsten des G7-Gipfels hat die Luftwaffe zudem Nachtflüge mit dem Aufklärungsdrohnensystem 15 (ADS 15) durchgeführt. Die Flüge dienten der operationellen Erprobung des Systems unter realen Einsatzbedingungen. «Alle Flüge verliefen problemlos und lieferten die gewünschten Aufklärungsergebnisse», so die Armee.
Der erfolgreiche Armeeeinsatz sei das Ergebnis der Partnerschaft zwischen zivilen und militärischen Behörden: Den Korps der Kantonspolizeien von Genf, Waadt und Wallis, dem BAZG, allen Stufen der Armee und zahlreicher weiterer Partner, die gemeinsam zur Sicherheit des Gipfels beigetragen hätten.










