Schweiz entsendet Experten und Material nach Madagaskar
Der Bund entsendet acht Experten des Schweizerischen Korps für humanitäre Hilfe nach Madagaskar. Die humanitäre Lage im Land ist kritisch, nachdem der Zyklon Gezani gewütet hat. Es ist der zweite Zyklon, der die Insel innerhalb von zwei Wochen heimsuchte.

Das Expertenteam für Wasser, sanitäre Versorgung und Hygiene wird am Samstag nach Madagaskar reisen, wie das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag in einer Mitteilung bekannt gab. Das Team werde die madegassischen Behörden und die vor Ort tätigen Organisationen unterstützen. Die Behörden Madagaskars hatten wegen der Katastrophe einen internationalen Hilfsappell lanciert.
Aufgabe des Schweizer Teams wird es sein, den dringenden Bedarf an Trinkwasser, sanitären Einrichtungen und Massnahmen zur Vorbeugung von Gesundheitsrisiken zu decken. Nach einer vorläufigen Bilanz des Nationalen Amtes für Risikomanagement und Katastrophenschutz vom Donnerstag hat der Wirbelsturm mindestens 38 Todesopfer gefordert und mehr als 18'000 Häuser zerstört.
Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) schickt mehr als zwei Tonnen Material. Die Ladung, die am Freitag verschickt werden soll, umfasse zwei Module, die jeweils 5000 Menschen mit Trinkwasser versorgen können, sowie Ausrüstung zur Reinigung kontaminierter Brunnen. Eine finanzielle Unterstützung für «Notfallmassnahmen von Partnerorganisationen» sei ebenfalls vorgesehen, hiess es. Die Deza kündigte an, für alle diese Massnahmen einen Höchstbetrag von einer Million Franken bereitzustellen.
Der Zyklon Gezani bewegt sich derzeit auf die Küste Mosambiks zu, wo in den letzten Wochen bereits mehrere Unwetter wüteten. Die Deza stellte eine Million Franken zugunsten des Welternährungsprogramms bereit, um den Bedarf an Nahrungsmitteln und Logistik in Mosambik zu decken.










