Das GA kann man mit der App der SBB auch immer digital dabeihaben – normalerweise. Aktuell kämpft die Funktion aber offenbar mit Problemen.
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Die SBB-App hat zurzeit Probleme. Lösung sei aber in Sicht. - keystone
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die SBB-App bereitet einigen Pendlern aktuell Probleme – das GA wird nicht angezeigt.
  • Der SBB ist dies bekannt, man arbeitet an einer Lösung.

Nau.ch-Leserin M.M.* ist nervös – sie fährt mit dem Zug von Zürich nach Bern, der Kontrolleur will ihr Billett sehen.

Doch die SBB-App, auf der sie ihren Swisspass gespeichert hat, bockt. Statt ihres 1.-Klasse-GA steht da: «SwissPass Mobile ist abgelaufen.»

«Dabei läuft mein GA noch bis Ende Jahr», sagt die Leserin zu Nau.ch. «Ich fürchtete, eine Busse zu kriegen.» Denn ihre Karte hat sie nicht dabei.

M. hat Glück, der Kontrolleur zeigt sich milde, hilft ihr weiter. «Er klickte ein paar Mal in meiner App und fand schliesslich einen Reservecode, der als gültiges GA durchgeht.» Die Leserin atmet auf – doch mit dem Problem ist sie bei Weitem nicht allein.

SBB arbeitet an Lösung

«Das betrifft massenhaft Pendler – allein heute ist mir das schon 130 Mal passiert», erklärt der SBB-Kontrolleur. Er rät, das Handy ganz neu zu starten und die App neu zu öffnen. Aber auch das funktioniere nur bei manchen.

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Ein Kontrolleur der SBB überprüft einen Swisspass. Eine gute Lösung, falls die App nicht funktioniert. - sda - Keystone/CHRISTIAN BEUTLER

Die Frage stellt sich: Handelt es sich um ein grösseres Problem? «Je nach Verbindung und Standort kann es vorkommen, dass die Verbindung zum Server nur mit Verzögerung hergestellt wird», sagt die SBB gegenüber Nau.ch. Das löse dann die Fehlermeldung aus.

Besitzen Sie ein GA?

Als Überbrückungslösung sollen betroffene Pendler bei den Einstellungen die Verknüpfung mit der Swisspass-Karte trennen. Und anschliessend wieder neu hinzufügen, rät SBB-Mediensprecher Martin Meier.

Man arbeite jedoch an einer dauerhaften Korrektur und werde diese mit einer neuen Version der App veröffentlichen.

Bis es so weit ist, kann Meier besorgte Pendler beruhigen: «Das Zugpersonal ist sensibilisiert und erklärt den Reisenden die Umgehungslösung.»

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