Die Einstellung der UKW-Radiosender in der Schweiz ist bis 2022 geplant. Doch nun hat Roger Schawinski eine Petition gegen die Abschaltung lanciert.
Roger Schawinski
Radio-1-Geschäftsführer Roger Schawinski. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Bund wurde eine Petition mit 60'615 Unterschriften eingereicht.
  • Sie will die geplante Einstellung der UKW-Radiosender rückgängig machen.
  • Lanciert wurde das Ansinnen von Radiounternehmer Roger Schawinski.

Gegen die ab 2022 geplante Einstellung der UKW-Radiosender in der Schweiz ist beim Bund am Mittwoch eine Petition eingereicht worden. Für das von Radiounternehmer Roger Schawinski lancierte Ansinnen kamen 60'615 Unterschriften zusammen.

Die Petition richtet sich an die Medienministerin Simonetta Sommaruga und an das Bundesamt für Kommunikation. Zudem an die Generaldirektion der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG).

Roger Schawinski will UKW-Sender beibehalten

Sie sollten die geplante Einstellung aller UKW-Sender rückgängig machen, teilte Radio-1-Geschäftsführer Roger Schawinski mit. Ein vorzeitiges Abstellen aller UKW-Sender verletzte die im Radio- und Fernsehgesetz garantierte Empfangsfreiheit.

Im Zuge des Übergangs von der analogen zur digitalen drahtlos-terrestrischen Radioverbreitung soll mit den UKW-Frequenzen Schluss ein. Und zwar bis spätestens im Januar 2023. Dies gemäss einer Vereinbarung der privaten Radiobetreiber. Die SRG will ihre UKW-Sender im August 2022 abschalten.

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Will die geplante Abschaltung der UKW-Radiosender vorerst verhindern: Radio-1-Geschäftsführer Roger Schawinski. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Der Bundesrat schuf in den letzten Jahren die rechtlichen Grundlagen für den Umstieg. Und er gewährt den Radioveranstaltern während der Übergangsphase finanzielle Unterstützung für die DAB+-Verbreitung. Die UKW-Funkkonzessionen laufen Ende 2024 ab.

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