SP

    Co-Präsidentin SP: «Bin froh, hat Bern Miet-Initiative angenommen»

    Bei Wohnungswechseln muss im Kanton Bern künftig die Vormiete offengelegt werden. SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer ist im BärnerBär-Inti froh über den Entscheid.

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    Mattea Meyer, Co-Präsidentin der SP, zur Berner Miet-Initiative. - Nau.ch / Matthias Bärlocher

    Bei Wohnungswechseln im Kanton Bern müssen Vermieter künftig die Vormiete offenlegen. Die Stimmberechtigten haben die Miet-Initiative überraschend gutgeheissen.

    Die Städte Bern und Biel gaben den Ausschlag.

    Das Begehren wurde mit 176'972 Ja- gegen 168'723 Nein-Stimmen angenommen, wie die Staatskanzlei am Sonntag mitteilte. Die Stimmbeteiligung lag bei 46,6 Prozent.

    Bist du Mieterin oder Mieter?

    «Ich bin sehr froh, hat der Kanton Bern Ja zur Formularpflicht gesagt», meint Mattea Meyer, Co-Präsidentin der SP, im BärnerBär-Interview. «Damit sagt der Kanton auch Ja zu einem kleinen Schritt, um den Mieterschutz zu stärken.»

    Das sei dringend nötig gewesen, da die Mieten von Jahr zu Jahr ansteigen – und die Mieterinnen und Mieter überhöhte Mietpreise bezahlen müssten.

    Wohnung
    Der Kanton Bern sagt Ja zur Miet-Initiative. (Symbolbild) - keystone

    Die Mehrheit der Bernerinnen und Berner liess sich damit von den Argumenten der Initianten überzeugen: «Eine transparente Vormiete helfe den anhaltenden Anstieg der Mietzinse zu dämpfen». Das Instrument habe sich anderswo bereits bewährt.

    Mehrere Kantone kennen Formularpflicht

    Mehrere Kantone kennen eine vergleichbare Formularpflicht: darunter Basel-Stadt, Freiburg, Genf, Luzern und Zürich.

    Die bürgerliche Regierung und die Parlamentsmehrheit hatten die Initiative abgelehnt. «Die Formularpflicht helfe nicht, die aktuelle Situation auf dem Wohnungsmarkt zu verbessern». Die Initiative bringe bloss neuen Aufwand und Bürokratie mit sich.

    Kommentare

    User #3241 (nicht angemeldet)

    Ganz ehrlich: Ich bin auch Mieter mit Familie in einem älteren aber grossen Haus. Die Miete ist günstig für das was wir alles haben (grosse Garage, 3 Parkplätze, Garten und 8 Zimmer. Ich wollte der Vermieterin mehr bezahlen, da ich dachte, dass die mieten sowieso steigen werden. Die Vermieterin wollte aber keine Mietpreiserhöhung und gab sich zufrieden. Die Moral, es gibt noch Menschen welche zufrieden sind mit dem was sie haben und nicht noch mehr Profit daraus machen müssen. Man muss also nicht unbedingt bei jeder Mietpreiserhöhung mitmachen!

    User #3706 (nicht angemeldet)

    Mal wieder ein Pyrrhussieg für die Mieter. In Zukunft wird jeder Vermieter bei jeder Gelegenheit die Miete erhöhen müssen um nicht der Gelackmeierte zu sein. Nix mehr mit "Ich passe die Miete an wenn es einen Mieterwechsel gibt"

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