Rekordsommer: SAC-Hütten dürften neuen Übernachtungsrekord erreichen
Der SAC rechnet mit rund 400'000 Übernachtungen. Gleichzeitig muss er Millionen in Wasser, Toiletten und andere Anpassungen investieren.

Das Wichtigste in Kürze
- Der SAC rechnet 2026 mit rund 400’000 Übernachtungen in seinen 150 Berghütten.
- Die Calandahütte oberhalb von Haldenstein meldet mit 1500 Übernachtungen einen Rekord.
- Gutes Wetter mit wenig Regen und Gewittern begünstigte die starke Nachfrage.
Die Schweizer Berghütten dürften in diesem Jahr einen neuen Übernachtungsrekord erreichen. Der Schweizer Alpen-Club SAC, der 150 Hütten betreibt, rechnet erneut mit rund 400’000 Übernachtungen, wie RSI berichtet.
Gleichzeitig stellen der Klimawandel und das Verhalten einzelner Gäste die Hütten vor Herausforderungen.
Calandahütte verzeichnet Rekordsaison
Ein Beispiel ist die Calandahütte oberhalb von Haldenstein. Hüttenwart Beat Gansner spricht gegenüber dem «Telegiornale» von einer «Super-Saison, einer Rekordsaison».
Dank des meist guten Wetters mit wenig Regen und wenigen Gewittern seien viele Gäste gekommen. An schönen Wochenendtagen habe die Hütte durchschnittlich 150 Besucher gezählt. Über die gesamte Saison seien 1’500 Übernachtungen registriert worden – ein Rekord.
Der SAC investiert gleichzeitig in Anpassungen an den Klimawandel. Laut SAC-Präsident Marco Dirren wurden in Hütten moderne Toiletten und neue Wasserhähne installiert, um Wasser zu sparen.
Zudem würden neue Quellen erschlossen oder Wasserspeicher zu Saisonbeginn gefüllt. Jährlich müssen fünf Hütten erneuert werden. Die Kosten dafür liegen laut SAC bei 20 bis 25 Millionen Franken. Rund ein Drittel davon entfällt auf Folgen des Klimawandels.
Verspätete Gäste verursachen Mehraufwand
Bei der Calandahütte bereiten Klimawandel und Trockenheit derzeit noch keine grösseren Probleme. Schwierigkeiten verursachen dort vielmehr Gäste, die kurzfristig absagen oder erst nach dem Abendessen eintreffen.
Hüttenwart Gansner erklärt, verspätete Gäste bedeuteten zusätzlichen Aufwand: «Wenn die Leute zu spät kommen, muss man mit dem Abendessen und dem Service von vorne anfangen.» Das sei mühsam und verursache am Ende des Tages mindestens eine zusätzliche Arbeitsstunde.











