Privatradios richten dringenden Appell an die Politik

Keystone-SDA
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Bern,

Private Rundfunkverbände aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben sich erstmals zusammengetan und eine Erklärung für den Erhalt der Medienvielfalt ausgearbeitet. Darin fordert sie «entschlossene politische Massnahmen» – ansonsten drohe ein Verlust von Demokratie.

Medienvielfalt
Privatradios aus Deutschland, Österreich und der Schweiz richten einen gemeinsamen Appell an die Politik. - keystone

Werbeerlöse bildeten lange die wirtschaftliche Grundlage der Privatradios, flossen zuletzt jedoch zunehmend zu globalen Online-Plattformen ab. In der «Linzer Erklärung» fordern acht Verbände aus den drei Ländern – darunter der Verband Schweizer Privatradios (VSP) – rasches Handeln. Andernfalls drohten irreversible Schäden für Medienvielfalt und demokratische Öffentlichkeit, hiess es am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung.

Die Erklärung beinhaltet fünf Schwerpunkte: Mehr regulatorischen Freiraum, Entbürokratisierung, eine faire Finanzierung, fairen Wettbewerb sowie einen Kooperationsauftrag mit klarer Abgrenzung zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Anbietern.

Die Sicherung des privaten Rundfunks sei eine medienpolitische Kernaufgabe. Zentral seien grössere Spielräume für Kooperationen in Organisation, Technik, Verwaltung, Programmzulieferung und Werbefinanzierung, mit dem Ziel, Angebotsvielfalt zu erhalten.

Zudem fordern die Privatradios den Abbau überholter Lizenzauflagen, eine praxisnahe Aufsicht und ausreichende Gelder für Betrieb, Verbreitung, Aus- und Weiterbildung sowie Innovation. Private Anbieter müssten einbezogen werden, wenn öffentliche Mediengelder fliessen.

Kritik äusserten die Verbände am Einfluss globaler Plattformen auf Reichweite und Erlöse. Gefordert werden verbindliche Regeln zur Auffindbarkeit von Radioangeboten, diskriminierungsfreier Zugang zu allen Verbreitungswegen, Steuergerechtigkeit sowie die Anerkennung des Radios als jederzeit zuverlässig empfangbare kritische Infrastruktur.

Kommentare

User #4537 (nicht angemeldet)

Die Demokratie ist schon lägst TOD !

User #3081 (nicht angemeldet)

Die Demokratie sollte man wohl besser abschaffen, die ist ja dauernd gefährdet. Natürlich geht es wieder nur ums liebe Geld, können nicht wirtschaftlich arbeitet, aus diesem Grund soll der Steuerzahler wieder belangt werden. Und was meinen die mit Medienvielfallt? X Radiosender, welche den selben Mist bringen und nur unterschiedliche Namen haben und den selben Besitzer?

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