Triopan gestohlen: Friedliches ESAF – mit einigen kuriosen Einsätzen
Mit Armon Orlik ist der Schwingerkönig 2025 erkoren. Eine positive Bilanz zieht auch die Kapo Glarus. Trotz grosser Besucherzahl gab es wenig Einsätze.
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Das Wichtigste in Kürze
- Das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 im Glarnerland ist Geschichte.
- Die Kantonspolizei Glarus zieht eine positive Bilanz zum Fest.
- Trotz hohem Zuschaueraufkommen kam es zu wenig – teils kuriosen – Einsätzen.
Der Schwingerkönig 2025 ist erkoren: Der Bündner Armon Orlik darf sich am Sonntagabend von 56'500 Schwingfans in der Arena von Mollis GL feiern lassen.
Mit erwarteten rund 350'000 Besucherinnen und Besuchern übers ganze Wochenende, ist das ESAF einer der grössten Anlässe der Schweiz. Und einmal mehr beweisen die Schwingfans, wie friedlich ein Event dieser Grösse über die Bühne gehen kann.
So vermeldete die Kantonspolizei Glarus bis am Sonntagmorgen 80 Einsätze. Ausrücken mussten die Beamten meist wegen Hilfeleistungen bei betrunkenen Schwingfans. Abgesehen vom tödlichen Unfall vom Freitagabend sei es sehr ruhig gewesen sei.
Einige kuriose Einsätze – aber keine «sehr ernste»
Damit die Sicherheit bei diesem Mega-Event auch gewährleistet ist, sind viele Einsatzkräfte vor Ort. Sowohl private Sicherheitsfirmen als auch die Kantonspolizei aus Graubünden, Thurgau, Schaffhausen, St. Gallen und natürlich Glarus sorgen auf dem Gelände für Ordnung.
Die Kapo Glarus ist mit einem Grossaufgebot vor Ort. Auf dem Festgelände wurde sogar ein provisorischer Polizeiposten eingerichtet. Nau.ch war vor Ort und hat nachgefragt, wie die Arbeit am ESAF für die Beamten aussieht.
Cornelia Bosshard der Kantonspolizei Glarus sagt: «Wir haben regelmässig Leute da, die ein Anliegen haben.» Im Verhältnis zum Bevölkerungsaufmarsch sei diese Zahl aber marginal.
Zu einem kuriosen Zwischenfall ist es aber am Samstagmittag gekommen: Der Kapo Glarus wurde ein Triopan gestohlen! Darauf wird Werbung für den Job als Polizistin oder Polizist gemacht.
Das Kuriose daran: «Wir haben es letzte Nacht auf einem Insta-Post gesehen, wo es in einem Festzelt gesichtet wurde», schmunzelt Bosshard.
Weitere kuriose Zwischenfälle habe es an diesem Wochenende auch durch Betrunkene gegeben, wie Richard Schmidt bestätigt. «Angesichts dessen ist die Bilanz aber positiv. Wir haben selbst bei sehr betrunkenen Personen nie sehr ernste Fälle gehabt.»
Schwingfans brauchen für Heimreise Geduld
Und nun ist das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025 Geschichte. Die Massen machen sich auf den Heimweg. Wie Bilder aus Mollis zeigen, müssen sich die Schwingfans aber noch etwas gedulden.
Das nächste ESAF findet in drei Jahren im Berner Oberland statt. 2028 wird Thun Schauplatz des nächsten Eidgenössischen.