ESAF-Zwischenbilanz: Polizei vor allem wegen Betrunkenen im Einsatz

Keystone-SDA
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Glarus,

Die Kantonspolizei Glarus zieht eine erste Bilanz zum ESAF 2025. Bis auf einen tragischen Unfall verlief das Grossevent wie erwartet und eher ruhig.

ESAF Mollis Polizei
Laut Kantonspolizei Glarus verlief das ESAF 2025 mit einer Ausnahme eher ruhig. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kantonspolizei Glarus zählt bis am Sonntagvormittag rund 80 Einsätze.
  • Die meisten Einsätze gab es wegen Betrunkenen, zudem gab es wenige Diebstähle.
  • Rund ein Dutzend Vermisste wurden gesucht und wiedergefunden.

Die Kantonspolizei Glarus ist bis am Sonntagvormittag am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest rund 80 Mal ausgerückt. Die meisten Einsätze betrafen gemäss Polizeiangaben Hilfeleistungen bei betrunkenen Schwingfans.

Teilweise hätten sich diese leichte Verletzungen zugezogen oder Stress gemacht, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Glarus am Sonntagmittag auf Anfrage. Es sei auch zu einigen wenigen Diebstählen auf dem Festgelände gekommen.

ESAF
Bis Sonntagvormittag zählte die Kantonspolizei Glarus rund 80 Einsätze am ESAF. - keystone

Dafür, dass bis am Sonntagmorgen aber mindestens 200'000 Menschen den Grossanlass besuchten, sei alles im zu erwartenden Bereich. Der Polizeisprecher betonte, dass es abgesehen vom tödlichen Unfall vom Freitagabend bisher sehr ruhig sei.

Tödlicher Unfall am Freitag

Ein 33-Jähriger war am Freitagabend gegen 21 Uhr zwischen Netstal und Näfels in der Nähe des ESAF-Campingplatzes von einem Zug erfasst und tödlich verletzt worden. Der Zugang zu den Bahngleisen ist von rund zwei Meter hohen Zäunen umgeben.

Weshalb der Mann den offiziellen Fussweg verliess und trotz der Umzäunung auf die Gleise gelangte, klären die Behörden gemäss der Polizei ab.

Als Sofortmassnahme postierten die Verantwortlichen kurzerhand mehr Sicherheitspersonal bei den Gleisen. Die Polizei ist mit einem Grossaufgebot beim Riesenevent. Die Glarner werden dabei vom sogenannten Ost-Pol-Konkordat unterstützt. Darin arbeiten die Polizeien von Schaffhausen bis Graubünden zusammen.

Vermisste gesucht und gefunden

Bei den rund 80 Polizeieinsätzen seit Donnerstagmittag seien auch rund ein Dutzend Vermisste gesucht und wiedergefunden worden, teilte der Sprecher weiter mit. Eine Schlussbilanz wollen die Behörden erst am Montagmorgen – nach der kommenden Freinacht – ziehen.

Bis dahin könnte der strahlende Sonnenschein vom Sonntag in Kombination mit dem Alkoholkonsum zum Problem werden. «Wir behalten diese Situation sicher im Auge», so der Sprecher.

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