Flugzeugabsturz

    Polizeitaucher suchen nach Wrack im Bodensee

    Keystone-SDA
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    St. Margrethen,

    Ein Pilot überlebte am Donnerstag einen Absturz in den Bodensee. Die Polizeitaucher sind noch immer damit beschäftigt, die Wrackteile zu suchen.

    Bodensee pilot
    In Überlingen am Bodensee ist am Samstag ein Mann nach einem Tauchgang gestorben. (Archivbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Bei Staad SG ist ein zweimotoriges Flugzeug gestern in den Bodensee gestürzt.
    • Der 70-jährige Pilot hatte den Absturz überlebt.
    • Die Behörden versuchen nun, das Wrack zu bergen.

    Der 70-jährige Pilot hatte den Flugzeugabsturz bei Nebel am Donnerstag überlebt. Das Ziel sei eine Bergung des Flugzeugs, das in 87 Metern Tiefe auf dem Seegrund liegen dürfte. Dies sagte Kantonspolizei-Sprecher Florian Schneider am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. «Die Tiefe macht die Bergung nicht einfach», erklärte Schneider.

    Bereits am Donnerstag seien Polizeitaucher aufgeboten worden. Bis jetzt habe aber noch niemand das Wrack auf dem Seegrund gesichtet. Ein Tauchgang in diese Tiefe brauche eine sorgfältige Vorbereitung. Die Bergung könnte daher noch einige Zeit beanspruchen.

    Zum Gesundheitszustand des 70-jährigen Piloten konnte der Polizeisprecher nichts Neues sagen. Er wurde nach dem Unfall unterkühlt aus dem See gerettet.

    Pilot verschwand im Nebel

    Der deutsche Pilot, der im Kanton Tessin wohnt, war am Donnerstag von Locarno aus allein mit seiner zweimotorigen Maschine gestartet.

    Sankt Gallen
    Der Flughafen Altenrhein SG am Bodensee. (Archivbild). - Keystone

    Kurz vor der Landung in Altenrhein SG verschwand das Flugzeug bei dichtem Nebel vom Radar. Der Flugplatz schlug kurz nach 11.30 Uhr Alarm. Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte starteten eine Suche.

    Fischerboot brachte Pilot ans Ufer

    Der Pilot konnte sich nach dem Absturz aus dem Flugzeug befreien. Die Feuerwehr schickte ein Fischerboot zur Absturzstelle, die einige hundert Meter vom Ufer entfernt liegt. Der Pilot wurde mit dem Boot ans Ufer gebracht und ins Spital eingeliefert. Der Mann war ansprechbar, aber unterkühlt.

    Das Flugzeug versank im See. Zur Sicherung der Unfallstelle und zur Aufnahme des Unfallgeschehens wurde die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) beigezogen. Ein Experte der Sust war am Freitag vor Ort, um zusammen mit Polizeitauchern die Bergung des Flugzeugs vorzubereiten.

    Landebedingungen wegen Nebel nicht optimal

    Die Bedingungen für einen Landeanflug auf Altenrhein waren am Donnerstag wegen des Nebels nicht optimal. Laut Flughafen-Chef Thomas Krutzler wurden am Vormittag zahlreiche geplante Flüge abgesagt. Der Deutsche sei der einzige Pilot gewesen, der sich für einen Landeanflug entschieden habe, sagte Krutzler dem «Blick».

    Der Anflug auf die Piste des Flughafens Altenrhein führt kurz vor der Landung über den Bodensee bei Staad SG. Laut der St. Galler Kantonspolizei war dort der Nebel am Donnerstag so dicht, dass die Unfallstelle vom Ufer aus nicht sichtbar war.

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