Kunstbiennale: Israel kritisiert Ausschluss von Preisvergabe
Schon im Vorfeld laufen die Diskussionen um die diesjährige Kunstbiennale in Venedig heiss. Das israelische Aussenministerium hat scharfe Kritik an der internationalen Jury geübt und ihr politische Einflussnahme vorgeworfen.

Anlass ist die Entscheidung der Jury, Künstler aus Israel und Russland von der Preisvergabe der aktuellen Kunstausstellung auszuschliessen. In einer Mitteilung auf der Plattform X kritisierte das israelische Aussenministerium den Ausschluss des israelischen Künstlers Belu-Simion Fainaru als «Kontamination der Kunstwelt». Die Jury habe die Biennale von einem offenen, freien Raum der Kunst in «ein Spektakel falscher politischer Indoktrination» verwandelt, hiess es weiter.
Die Entscheidung der Jury hat international für Diskussionen gesorgt. Kritiker sehen darin eine politische Instrumentalisierung einer der wichtigsten Kunstveranstaltungen der Welt. Die Biennale selbst äusserte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Die internationale Jury will davon absehen, «jene Länder zu berücksichtigen, deren führende Politiker derzeit vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt sind», hatte Jurypräsidentin Solange Farkas vergangene Woche mitgeteilt.
Russland und Israel werden somit vom Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Löwen ausgeschlossen. «In dieser Ausgabe der Biennale möchten wir unsere Absicht zum Ausdruck bringen, unser Engagement für die Verteidigung der Menschenrechte im Sinne des kuratorischen Projekts von Koyo Kouoh zu bekräftigen», erklärte die Jury.
Die Kunstbiennale in Venedig gehört zu den weltweit wichtigsten Plattformen der zeitgenössischen Kunst und dauert vom 9. Mai bis 22. November 2026.










