Die italienische Region Piemont soll Interesse an den AstraZeneca-Dosen der Schweiz gezeigt haben. Die Anfrage sei nach Bern weitergeleitet worden.
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Drei vorbereitete Spritzen mit AstraZeneca, einem Impfstoff gegen das Coronavirus. (Archivbild). - dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Schweiz ist der AstraZeneca-Impfstoff noch nicht zugelassen.
  • Dennoch zeigt die italienische Region Piemont Interesse am Impfstoff.
  • Es sei eine entsprechende Anfrage bei der Tessiner Behörde eingegangen.

Das Piemont bekundet laut Medienberichten Interesse an Impfdosen des in der Schweiz noch nicht zugelassenen Impfstoffes von AstraZeneca. Die italienische Region hat bei den Tessiner Behörden eine entsprechende Anfrage gestellt.

Die Tessiner Regierung erklärte gegenüber dem «Corriere del Ticino», dass die Anfrage aus dem Piemont zur Kenntnis genommen worden sei. So könnten sie allenfalls überschüssige Impfdosen des schwedisch-britischen Pharmakonzerns abtreten.

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Der Impfstoff der Firma AstraZeneca lagert in einem Kühlschrank. - sda

Jedoch liege die Verwaltung und Verteilung der Impfstoffe in den Händen des Bundes. Daher habe man die Anfrage nach Bern weitergeleitet. Vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) lag zunächst keine Stellungnahme vor.

Der Impfstoff von AstraZeneca befindet sich beim Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic noch in Prüfung. Für die Zulassung fehlen gemäss der Behörde noch notwendige Studien. Die Schweiz erwartet bis zu 5,3 Millionen Dosen davon. Schlagzeilen hatte der Impfstoff mit seltenen Fällen von Hirnvenenthrombosen bei der Vergabe gemacht.

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