Ostern

Ostern: TCS warnt vor drei Stunden Stau am Gotthard

Karin Aebischer
Karin Aebischer, Elena Hatebur

Uri,

Vor dem Gotthard-Nordportal staut es zur Ferienzeit, und auch über Ostern, regelmässig. Im Tessin freut man sich derweil über die Buchungszahlen.

Gotthard-Stau
Alle Jahre wieder staut es über die Ferien- und Feiertage vor dem Gotthard-Tunnel. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Auch dieses Jahr dürfte es vor dem Gotthard-Tunnel kräftig stauen.
  • Der Touring Club Schweiz (TCS) erwartet bis zu drei Stunden Wartezeit.
  • Es werden alternative Routen, beispielsweise durch den Lötschberg, empfohlen.

«Zehn Kilometer Stau vor dem Gotthard.» Kaum eine Verkehrsmeldung lässt Autofahrer im Frühling regelmässig seufzen. «Schon wieder», denkt man sich.

Denn Jahr für Jahr zeichnet sich während der Osterfeiertage dasselbe Bild ab: Erst ein paar bremsende Autos, dann stockender Verkehr und plötzlich geht gar nichts mehr.

Kilometer für Kilometer schiebt sich die Blechlawine Richtung Gotthard-Tunnel. Auch dieses Jahr dürfte sich das Szenario wiederholen.

Stau-Dauer von «mehr als zwei Stunden»

Der Touring Club Schweiz (TCS) rechnet mit starkem Verkehr auf der Nord-Süd-Achse. «Ab Gründonnerstag bis am Abend des Karfreitages ist Stau am Gotthard-Nordportal zu erwarten», heisst es in einer Mitteilung.

Schon im Vorfeld könnte es eng werden. Wer früh unterwegs ist, kommt noch vergleichsweise glimpflich davon: «Reisende, die bereits vor dem Gründonnerstag Richtung Süden fahren, müssen mit maximal einer Stunde Wartezeit rechnen.»

Doch danach dürfte die Lage kippen. «Am Gründonnerstag nimmt das Verkehrsaufkommen voraussichtlich stark zu», schreibt der TCS. Besonders nach dem Mittag drohen «Wartezeiten von mehr als zwei Stunden».

Und damit nicht genug: «Abgesehen von einer kurzen Zeitspanne in der Nacht auf Freitag dürften die Staus bis am Abend des Karfreitags andauern.»

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, was möglich ist. Letztes Jahr staute sich der Verkehr am Karfreitag zeitweise auf 15 Kilometer. Auch bei der Rückreise brauchte es Geduld – bis zu zehn Kilometer lang war die Kolonne am Südportal.

Rückreise wird zur Nervenprobe

Entsprechende Entspannung dürfte auch dieses Jahr – wenn überhaupt – erst spät folgen. Bereits am Ostersonntag dürfte demnach die Rückreisewelle einsetzen.

«Ab Mittag müssen Reisende am Gotthard-Südportal Wartezeiten von 1,5 Stunden einplanen.»

Am Ostermontag verschärft sich die Lage weiter. «Am Nachmittag bis in den Abend kann der Zeitverlust drei Stunden betragen.»

Fährst du oft durch den Gotthardtunnel?

Wer flexibel ist, kann dem Stau zumindest teilweise aus dem Weg gehen. Der TCS empfiehlt, bereits frühmorgens durch den Tunnel zu fahren oder eine alternative Route zu wählen.

Genannt werden unter anderem die San-Bernardino-Route oder der Autoverlad durch den Lötschberg oder Simplon. Doch auch dort gilt: Entlastung ist relativ. Auch auf diesen Routen könne es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

Ostern und Frühlingsferien fast zeitgleich

Dass sich die diesjährigen Kolonnen gerade über Ostern bilden, kommt nicht von ungefähr.

«Ostern findet dieses Jahr relativ früh statt», wie der TCS schreibt. Gleichzeitig starten in vielen Schweizer Kantonen und auch in Deutschland die Frühlingsferien.

«Zusammen mit dem nasskalten Wetter der letzten Tage dürfte dies für einen grösseren Andrang auf den Strassen Richtung Süden sorgen.»

Tessin bleibt gefragt

Dort zeigt sich derweil, insbesondere bei den Hotelbuchungen, ein stabiles Bild, wie Tourismus Ticino gegenüber Nau.ch betont. Tourismus-Direktor Angelo Trotta: «Eine Woche vor Ostern liegt die Auslastung bei knapp 50 Prozent, praktisch auf dem Niveau des Vorjahres.»

«Die aktuellen Zahlen zeigen eine erfreuliche Stabilität im Vergleich zum Vorjahr», erklärt Trotta weiter. Die Nachfrage bewege sich «auf einem konstanten Niveau». Änderungen seien aber wegen der kurzfristigen Buchungen dennoch möglich.

Tessin Ferien
Im Tessin freut man sich derweil über konstante Buchungszahlen während der Osterfeiertage. - keystone

Ob geopolitische Entwicklungen – etwa der Iran-Krieg – das Reiseverhalten beeinflussen, lässt sich gemäss Tourismus Ticino derzeit kaum abschätzen.

Man gehe aber davon aus, dass einzelne Reisende ihre Pläne anpassen könnten – möglicherweise zugunsten des Tessins. Insgesamt dürfte der Effekt jedoch begrenzt bleiben.

Der TCS möchte sich ebenfalls nicht abschliessend dazu äussern. Aber: «Wenn mehr Menschen in den Süden fahren, ist das wohl eher dem Wetter geschuldet als der geopolitischen Lage.»

Kommentare

User #1498 (nicht angemeldet)

Der Kluge reist im Zuge.

User #3377 (nicht angemeldet)

Noch mehr Leute reinlassen. Und warum verlangen alle Geld für die Tunneldurchfahrten und wir nicht. Das würde auf jeden Fall Leute abhalten.

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