Gotthard-Tunnel wegen Schneefall gesperrt

Keystone-SDA
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Bern,

Der Winter ist zurück: Neuschnee hat am Donnerstag zu etlichen Verkehrsunfällen geführt und einen grossflächigen Stromausfall verursacht. Am Abend musste gar der Gotthard-Tunnel wegen Schneefalls gesperrt werden. Frühlingshaft warm wird es dafür an Ostern.

Wegen Schneefalls musste am Donnerstagabend der Gotthard-Tunnel gesperrt werden. (Symbolbild)
Wegen Schneefalls musste am Donnerstagabend der Gotthard-Tunnel gesperrt werden. (Symbolbild) - KEYSTONE/DPA/SINA SCHULDT

Im Berner Diemtigtal waren am Donnerstagmorgen über tausend Anschlüsse von einem grossflächigen Stromausfall betroffen, wie ein Sprecher der BKW zur Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte.

Der Strom fiel demnach ab 5.52 Uhr aus. Diemtigen im Berner Oberland war nach rund zwei Stunden zwar wieder am Netz, die Haushalte in den anderen Gemeinden im Tal mussten sich aber länger gedulden. Ab 10.30 Uhr schliesslich wurden sämtliche Kundinnen und Kunden im Diemtigtal wieder mit Strom versorgt. Die Panne dürfte laut dem Sprecher mit der Schnee- und Eislast zusammenhängen. In der Nacht hatte es kräftig geschneit.

Dicke Schneeflocken zogen gegen Abend auch über die Innerschweiz. Im Kanton Uri musste deshalb der Gotthard-Tunnel gegen 19 Uhr gesperrt werden, wie es auf der Webseite des TCS hiess.

Es bildete sich folglich Stau. Der Schwerverkehr wurde wegen der Niederschläge auf der A2 zwischen Wassen und Göschenen angehalten. Die Auswirkungen waren denn auch vor dem Südportal zu spüren. Zwischen Quinto und Airolo standen die Fahrzeuge am Donnerstagabend auf einer Länge von zwei Kilometern.

Die St. Galler Polizei meldete wegen winterlicher Strassen rund ein Dutzend Unfälle, die Hälfte von ihnen auf Autobahnen. Verletzt wurde allerdings niemand. Es handelte sich zumeist um Auffahrunfälle oder Wegrutschen von der Fahrbahn. Dasselbe galt für mehrere Unfälle in Appenzell Ausserrhoden – auch dort ohne Verletzte.

Über Graubünden zogen am Donnerstagvormittag Schneestürme, wie eine Reporterin von Keystone-SDA beobachtete. Und die Lawinengefahr bleibt über dem Alpenkamm vom Wallis im Südwesten über die Innerschweiz bis zum Walensee und ins Appenzellerland gross, wie auf der Webseite des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung am Donnerstag zu lesen war.

Ansonsten rieselte im Laufe des Tages immer wieder leise und fein der Schnee über den Städten im Mittelland, verschwand dann aber auch wieder. Der Nachmittag war mit verbreitet rund 5 Grad schlicht zu warm. Immerhin versprach Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, am Donnerstagnachmittag für den Alpennordhang oberhalb von 600 Metern 10 bis 30 Zentimeter Neuschnee, lokal seien sogar bis zu 40 Zentimeter möglich.

Wieder wärmer werden sollte es nächste Woche. Am Ostersonntag sind im Mittelland gemäss mehreren Wetterdiensten 16 Grad oder mehr zu erwarten. Die Behörden im Tessin haben schon an diesem Donnerstag absolutes Verbot von Feuer im Freien erlassen – dies aufgrund des Zustands der Waldvegetation und des Bodens sowie der anhaltenden Trockenheit.

Kommentare

User #4467 (nicht angemeldet)

Wie hoch liegt der Schnee im Tunnel???

User #1809 (nicht angemeldet)

Ujuj...das ist nun aber wirklich eine gewagte Prognose für das Osterfest. Da wurde wohl - nach Wunschdenken - das "wärmste Modell" hervorgekramt. Da ist noch zu viel Dynamik im Wettergeschehen, um so eine gewagte "Prognose" vorzulegen. Die Positionierung des Hochs wird entscheidend sein. Bis am 1. April bleibt es bei der kühlen Nordströmung. Das "warme Modell" sieht das Hoch danach nach Südosten abkippen, doch andere Modelle sehen es anders - eine Verlagerung nach Nord bzw. Nordosten und somit temperaturmässig einiges entfernt von den hier gezeigten "Prognosen".

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