Demo auf Brennerroute: Bayern kritisiert Blockade

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    Österreich,

    Der Verkehrsminister des deutschen Bundeslandes Bayern, Christian Bernreiter, hat eine geplante Demonstration und Blockade auf der Brennerautobahn Ende Mai kritisiert.

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    Der Verkehrsminister des deutschen Bundeslandes Bayern, Christian Bernreiter. - keystone

    Der Warenverkehr über die Alpen werde durch Massnahmen wie Blockabfertigung und Nachtfahrverbot ohnehin schon genug behindert, teilte er der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Es brauche mit der Sperre «nicht noch einen weiteren Knüppel zwischen die Beine der Logistikbranche».

    Wegen einer Demonstration auf der österreichischen Brennerautobahn – sie richtet sich gegen die Belastungen durch den Transitverkehr – droht am 30. Mai eine fast vollständige Blockade der wichtigsten Verkehrsverbindung von Deutschland nach Italien. Um Chaos zu verhindern, will die Regierung des österreichischen Bundeslandes Tirol nicht nur die Autobahn sperren, sondern auch den Durchgangsverkehr auf der parallelen Bundesstrasse und Landesstrasse.

    In Tirol ist daher am Samstag nach Pfingsten – traditionell ein Tag mit viel Urlaubsverkehr – mit erheblichen Behinderungen zu rechnen. Die Blockade soll von 11 bis 19 Uhr dauern.

    Bernreiter warnt vor diesen Massnahmen. Man werde «gefährliche Stausituationen erleben und auch massive Ausweichverkehre auf Strassen, die nicht dafür gemacht sind», teilte er der APA mit. In gemeinsamen Gesprächen könne für alle Seiten mehr erreicht werden als durch solche Extremmassnahmen, fügte er hinzu.

    Tirol versuchte, die Wogen zu glätten. «Wir müssen die Nachbarstaaten und Nachbarregionen ins Boot holen, denn in Sachen Transit sind nur gemeinsame Lösungen möglich», sagte René Zumtobel, der in der Tiroler Landesregierung für Verkehr zuständig ist. Aktuelles Ziel sei, den 30. Mai für alle Seiten «halbwegs erträglich abzuwickeln», sagte der Sozialdemokrat in einer Pressekonferenz laut einem Bericht der APA.

    Der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner meldete die Demonstration als Privatperson an. Als niedrigster Übergang über die Alpen ist der Brennerpass die meistbefahrene Verkehrsverbindung von Mittel- und Nordeuropa nach Italien, auf der Brennerautobahn sind es an die 14 Millionen Fahrzeuge im Jahr.

    Kommentare

    User #5800 (nicht angemeldet)

    Blödsinn.Bayern ist unfähig im Chiemgau eine Aufahrtsrampe für Lastwagen (rollende Strasse) zu eröffnen.

    User #5400 (nicht angemeldet)

    Macht doch das gleiche mit der Zufahrt nach Österreich. Dann hat Österreich aber Probleme mit der Anreise von den Touristen.

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