Trump: «Haben Iran wieder hart getroffen»

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Das neueste gibt es im Ticker.

jordanien us
Jordanische Panzer bei einer Militärübung in der Wüste. Bei einem iranischen Angriff auf einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien wurden zwei US-Soldaten getötet. (Archivbild) - keystone

Im Überblick

31

Im Streit um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Strasse von Hormus eskaliert der Iran-Krieg seit Anfang des Monats wieder. Die USA meldeten in der vergangenen Woche so viele Tote in den eigenen Reihen wie seit Monaten nicht mehr.

In der Nacht auf Montag hatte das US-Militär die mittlerweile neunte Angriffswelle auf den Iran durchgeführt. Dabei wurden militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen.

Hat Trump einen klaren Plan für den Nahen Osten?

Diese jüngsten Angriffe begründete Donald Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel mit dem Tod der US-Soldaten in der Region. «Diese grossartigen Menschen, diese grossartigen Patrioten, waren da draussen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann», sagte der US-Präsident.

In Reaktion auf die nächtelangen US-Angriffe führt Teheran Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region durch. So meldete der Golfstaat Kuwait in der Nacht erneuten Beschuss.

Das Neueste gibt es hier im Ticker:

Beschuss auf Kuwait - Sirenen in Bahrain

In Kuwait ist es nach Militärangaben erneut zu iranischen Angriffen gekommen. Die Luftverteidigung sei im Einsatz, um feindliche Raketen und Drohnen abzufangen, teilte die Armee auf X mit.

Mögliche Explosionen seien auf Abfangmassnahmen der Luftverteidigung zurückzuführen. Weitere Einzelheiten zu den Angriffen oder möglichen Schäden waren zunächst nicht bekannt.

Auch in Bahrain heulten erneut die Sirenen auf. Das bahrainische Innenministerium rief die Bevölkerung auf, sich an einen sicheren Ort zu begeben.

Huthi-Miliz: Bereit für "alle Optionen"

Die mit dem Iran verbündete Huthi-Miliz im Jemen hat erneut mit Angriffen in der Region gedroht und eine «Blockade» für saudische Schiffe angekündigt.

Für Saudi-Arabien gelte ab sofort ein «Verbot der Schifffahrt», sagte Huthi-Militärsprecher Jahja Sari in einer Videobotschaft. Die Huthi seien zudem «vollständig bereit für alle Optionen», sagte er mit Verweis auf mögliche neue Angriffe.

Im Krieg der Huthi mit der international anerkannten Regierung im Jemen, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, gilt seit 2022 eine informelle Waffenruhe. Doch nach einer neuen Konfrontation vor einer Woche gibt es Befürchtungen, dass der Krieg neu entflammen könnte.

Iran: Vermittler machen Vorschläge für Verhandlungen mit USA

Der Iran hat angesichts der neuen militärischen Eskalation mit den USA eigenen Angaben zufolge Vorschläge von Vermittlern für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen erhalten.

Aussenamtssprecher Ismail Baghai bestätigte eine entsprechende Frage in Teheran, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Der Iran werde sich jedoch weiter entschlossen verteidigen, sagte er.

Iran-Flagge
Die iranische Flagge. - keystone

«Ich betone erneut, dass der diplomatische Apparat seine Aufgaben gemeinsam und im Einklang mit den Verteidigern des Vaterlandes in den Streitkräften weiterverfolgt. Die über Vermittler vorgebrachten Vorschläge wurden uns mitgeteilt und sind bei uns eingegangen», sagte Baghai.

Drohnenangriffe in Kuwait

Die Streitkräfte in Kuwait meldeten am Morgen neue Angriffe aus dem Iran mit Drohnen. Zu hörende Explosionen stammten von der Flugabwehr, die auf Angriffe reagiere, teilte die Armee mit.

Ölpreise steigen wegen Nahost-Konflikt

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn deutlich gestiegen. Der Preis für ein Fass der Nordseesorte Brent zur Lieferung im September kletterte im frühen asiatischen Handel um 2,7 Prozent auf 90,50 US-Dollar.

Ölpreis
Der Ölpreis ist wegen der jüngsten Eskalation im Nahen Osten gestiegen. - keystone

Damit erreichte er den höchsten Stand seit Juni. Zwischenzeitlich war der Preis nach dem Beginn der Friedensgespräche auf rund 70 Dollar gefallen.

Für Auftrieb sorgte die weitere Eskalation im Nahen Osten. Diese schürte am Ölmarkt Sorgen über mögliche Störungen der Energieversorgung aus der Region.

Sirenen heulen erneut in Bahrain

Im Golfstaat Bahrain haben am Morgen erneut die Sirenen geheult. Die Einwohner seien aufgerufen, ruhig zu bleiben und sich an einen sicheren Ort zu begeben, teilte das Innenministerium in Manama auf der Plattform X mit.

Die USA attackieren seit Tagen wieder Ziele im Iran, während Teheran Vergeltungsangriffe auf Länder mit US-Militärbasen in der Region durchführt. Bahrain ist ein Verbündeter der USA in der Region.

US-Militär erklärt neue Angriffswelle im Iran für beendet

Das US-Militär hat seine erneute nächtliche Angriffswelle auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben beendet. Man habe militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am frühen Morgen deutscher Zeit auf X mit.

Trump: Haben Iran wieder hart getroffen

Trump hat die jüngsten Angriffe des amerikanischen Militärs auf Ziele im Iran mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in der Region begründet. «Diese grossartigen Menschen, diese grossartigen Patrioten, waren da draussen im Einsatz, damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann», sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Reportern. Die Angriffe auf den Iran seien «zu Ehren» der Soldaten erfolgt. «Wir haben sie (die Iraner) heute Nacht wieder sehr hart getroffen», sagte Trump weiter.

Trump Jumbo
Donald Trump sagt, die USA habe den Iran erneut «sehr hart» getroffen. - keystone

Der Iran habe im Krieg sehr schwere Verluste erlitten, erklärte der US-Präsident. «Militärisch haben sie fast alles verloren», behauptete er. «Sie haben nur noch sehr wenig übrig. Sie haben noch ein paar Raketen. Sie haben noch ein paar Drohnen.» Zudem kontrollierten die USA die Strasse von Hormus, behauptete Trump weiter. «Wir kontrollieren die Meerenge; sie kontrollieren gar nichts. Mal sehen, was passiert», so der Präsident.

Schiff nahe dem Oman in Brand

In der Strasse von Hormus steht nach Informationen der britischen Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) ein Schiff in Flammen. Der Vorfall habe sich acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordwestlich des omanischen Ortes Kumzar ereignet, teilte UKMTO weiter mit. Die Brandursache sei zunächst noch unklar. Schiffen werde empfohlen, die Region mit Vorsicht zu durchfahren, während die Behörde den Vorfall untersuche.

Berichte über neue Explosionen im Iran

Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht Explosionen in mehreren Gebieten des Landes. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus der Stadt Tabris im Norden des Landes, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman, aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan, der Hafenstadt Mahschahr in der Provinz Chusestan sowie der Hafenstadt Bandar Imam Chomeini am Persischen Golf gemeldet.

US-Angriffe gegen Iran gehen weiter

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die neunte Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert. Die Angriffe seien um 19.00 Uhr US-Ostküstenzeit (2.30 Uhr Ortszeit im Iran) aufgenommen worden, teilte das für die Region zuständige Kommando Centcom auf X mit. Ziel sei es, die militärischen Fähigkeiten weiter zu schwächen, die der Iran für Angriffe auf Handelsschiffe und zivile Seeleute in der Strasse von Hormus einsetze.

Kuwait wieder unter Beschuss - Alarm in Bahrain

Der Golfstaat Kuwait sieht sich im Zuge des eskalierenden Kriegs zwischen den USA und dem Iran weiter unter Beschuss. Die Luftverteidigung wehre «feindliche Drohnen» aus dem Iran ab, teilte die Armee des Landes in der Nacht auf der Plattform X mit. Nähere Einzelheiten gab es zunächst nicht. Auch im ebenfalls mit Washington verbündeten Bahrain heulten wieder die Sirenen, wie das dortige Innenministerium bekanntgab.

US-Militär informiert über Tod eines weiteren Soldaten

Das US-Militär hat den Tod eines weiteren seiner Soldaten im Iran-Krieg gemeldet. Am Samstag sei ein US-Soldat im Nordirak bei einer kontrollierten Sprengung nicht detonierter Kampfmittel aus einer abgeschossenen iranischen Einwegdrohne ums Leben gekommen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Ein weiterer Soldat wurde demnach verletzt und wird weiterhin wegen einer leichten Verletzung medizinisch behandelt. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 17.

So, 23:42

USA bereiten sich auf grösseren Krieg vor

Die «Washington Post» hat einen namentlich nicht genannten US-Beamten mit der Aussage zitiert, dass sich die USA auf einen umfassenderen Krieg vorbereiteten.

Der Beamte hob demnach jedoch auch hervor, dass unter anderem schwindende Waffenvorräte der USA einer Ausweitung des militärischen Vorgehens Grenzen setzen würden.

«Wir haben nicht genug, um die Einsätze sicher aufrechtzuerhalten, und ich glaube nicht, dass sich das Weisse Haus dessen bewusst ist», zitierte ihn die Zeitung.

Medien: USA verlegen weitere Kampfjets nach Nahost

Die USA verlegen inmitten des eskalierenden Iran-Kriegs Medienberichten zufolge mehr Kampfflugzeuge in den Nahen Osten.

Das «Wall Street Journal» berichtet, dass dies unter anderem Kampfjets vom Typ F-16 vom US-Flugplatz Spangdahlem in der Eifel betreffe. Zudem würden Kampfjets vom Typ F-35 von dem von den USA genutzten Stützpunkt RAF Lakenheath in Grossbritannien verlegt. Auch Tankflugzeuge befinden sich demnach auf dem Weg in die Region.

Trump
Die USA haben offenbar mehrere Kampfjets in den Nahen Osten verlegt. - keystone

Auch die «New York Times» berichtet unter Berufung auf US-Beamte von den Verlegungen. Demnach war die Entscheidung dazu bereits getroffen worden, bevor am Freitag laut dem US-Militär zum ersten Mal seit Monaten wieder zwei US-Soldaten durch iranischen Beschuss getötet wurden.

Israels Armee: Iran greift Küstenstadt Akaba in Jordanien an

Der Iran hat nach Informationen der israelischen Armee Jordaniens Küstenstadt Akaba am Roten Meer angegriffen. Die israelische Armee habe Raketenbeschuss aus dem Iran auf die Stadt beobachtet, die nur wenige Kilometer von der Grenze zu Israel entfernt liegt, teilte die Armee mit.

Es sei möglich, dass Auswirkungen des Angriffs auch auf israelischem Gebiet bemerkbar würden. In mehreren Teilen Jordaniens ertönten Warnsirenen, wie der regierungsnahe Fernsehsender Al-Mamlaka berichtete.

Der Flughafen und Hafen in Akaba wurde nach US-Angaben evakuiert. Das teilte die US-Botschaft mit und bezog sich dabei auf eine laufende Evakuierung durch die jordanischen Behörden. Grund sei eine «spezifische und glaubwürdige Bedrohung». Von Reisen über den internationalen Flughafen oder den Hafen werde abgeraten.

Kuwait meldet erneut Beschuss - Kraftwerk getroffen

Der Golfstaat Kuwait steht bei der Eskalation zwischen dem Iran und den USA erneut unter Beschuss. Das Land wehre «feindliche Raketen und Drohnen» aus dem Iran ab, teilte die Armee mit.

ARCHIV - Rauch steigt aus dem internationalen Flughafen von Kuwait nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager auf. Foto: Uncredited/AP/dpa
ARCHIV - Rauch steigt aus dem internationalen Flughafen von Kuwait nach einem Drohnenangriff auf ein Treibstofflager auf. Foto: Uncredited/AP/dpa - Keystone/AP/Uncredited

Eine Anlage zur Stromerzeugung und Entsalzung sei dabei innerhalb von zwei Tagen zweimal angegriffen worden, erklärte das Energieministerium. Es sei zu einem Brand gekommen, wodurch auch die Stromerzeugung beeinträchtigt gewesen sei. Derzeit liefen Arbeiten, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen.

Irans Aussenminister spricht über Sicherheitslücken

rans Aussenminister Abbas Araghtschi hat in einem Interview überraschend offen über Sicherheitslücken vor dem Krieg mit den USA und Israel gesprochen. Im Gespräch mit dem konservativen und regierungstreuen Medienaktivisten Dschawad Mogoi schilderte der Minister ausführlich seine Erlebnisse des ersten Kriegstags am 28. Februar. Iranische Medien veröffentlichten Ausschnitte des Interviews, das bislang nicht in voller Länge online ist.

Araghtschi erklärt darin unter anderem, dass mehrere wichtige Entscheidungsgremien aus Politik und Militär gleichzeitig tagten, als die Luftangriffe auf Teheran erfolgten. Am ersten Kriegstag wurden einflussreiche Politiker und Generäle getötet, darunter auch Irans oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei. Morgens noch habe Araghtschi dessen Stabschef getroffen, um Chamenei über den Stand der Verhandlungen mit den USA zu informieren.

Iran meldet Angriff auf unfertiges Atomkraftwerk

Der Iran hat einen Angriff auf ein im Bau befindliches Atomkraftwerk gemeldet. Die iranische Atomenergiebehörde verurteilte den Angriff im Südwesten Irans scharf, wie die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete. Demnach griffen die USA mit mehreren Geschossen an.

Israel: Sperrzone gegen Marsch für neue Gaza-Siedlungen

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben ein Gebiet rund um den Gazastreifen zu einer militärischen Sperrzone erklärt, um einen geplanten Marsch von rechtsextremen und rechten Ministern, Abgeordneten und deren Anhängern in das palästinensische Gebiet zu verhindern.

Ziel der rechten Gruppen ist es, neue israelische Siedlungen im Gazastreifen aufzubauen.

Itamar Ben-Gvir
Israels Polizeiminister Itamar Ben-Gvir ist höchst umstritten und gilt als rechtsextrem. - keystone

Nach Informationen der «Times of Israel» wollten an dem Marsch acht Minister und Ministerinnen teilnehmen, unter anderem der rechtsextreme Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir und Finanzminister Bezalel Smotrich. Smotrich hatte bereits im März erklärt, die Vorbereitungen für drei israelische Siedlungen im Gazastreifen seien abgeschlossen.

Libanesischer Soldat durch Sprengsatz getötet

Im südlichen Libanon ist ein Soldat der staatlichen Armee bei der Explosion eines Sprengsatzes getötet worden.

Ein «verdächtiges Objekt» sei in einem Militärfahrzeug explodiert, teilte die Armee mit. Die israelische Armee, die in dem Gebiet mit Bodentruppen im Einsatz ist, teilte mit, der Sprengsatz sei «höchstwahrscheinlich» von der Hisbollah gelegt worden.

Hisbollah
Ein womöglich von der Hisbollah platzierter Sprengsatz hat einen libanesischen Soldaten getötet. - keystone

Israelische Soldaten seien in dem Ort al-Mansuri nahe der Küstenstadt Tyrus in letzter Zeit nicht im Einsatz gewesen. Die Hisbollah äusserte sich nicht.

US-Militär hat Angriffe beendet

Das US-Zentralkommando (Centcom) teilt mit, die achte Nacht in Folge mit Angriffen auf den Iran abgeschlossen zu haben – auf Anweisung des Oberbefehlshabers.

Irans Top-General droht USA mit «vernichtender Antwort»

Generalmajor Ali Abdullahi, Kommandeur von Irans Zentralkommando Khatam al-Anbiya, warnt die USA: «Jede Aggression oder Barbarei» werde von den iranischen Streitkräften «mit einer entschlossenen und vernichtenden Antwort» beantwortet.

Wie die iranischen Staatsmedien berichten, bezeichnete Abdullahi die USA dabei als «den Grossen Satan» sowie als «verbrecherischen, verräterischen und hinterhältigen Feind».

Er versprach zudem, die Einheit zwischen Streitkräften, Bevölkerung und Regierung zu stärken, und kündigte an, den USA «höhere Kosten» aufzuerlegen als in früheren Kriegen. «Der Feind hat nach aufeinanderfolgenden militärischen Niederlagen Zuflucht darin gesucht, Zwietracht zwischen Volk und Führung zu säen», so Abdullahi weiter.

Neue US-Angriffe auf iranische Insel Gheschm gemeldet

US-Kampfjets haben laut der Nachrichtenagentur Tasnim eine weitere Angriffswelle auf die iranische Insel Gheschm geflogen. Auf der Insel seien mindestens zwei Explosionen zu hören gewesen, so die Agentur. Rettungskräfte, Sicherheitsteams sowie Einsatzkräfte seien vor Ort im Einsatz, um die getroffenen Stellen zu identifizieren und mögliche Opfer sowie Schäden zu erfassen.

Iranische Bodentruppen auf der Insel Qeshm.
Iranische Bodentruppen auf der Insel Qeshm (Archiv). - keystone

Iran meldet Drohnenangriffe auf zwei US-Stützpunkte in Kuwait

Irans Armee erklärt, einen grossangelegten Drohnenangriff auf zwei «US-Militäreinrichtungen» in Kuwait gestartet zu haben. Wie der staatliche Sender IRIB berichtet, hätten die «Zerstörungsdrohnen» ein Munitionsdepot im Camp Al Adiri sowie Patriot- und Luftabwehrradare auf der Ali-Al-Salem-Luftwaffenbasis getroffen. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig überprüft werden.

Explosionen in Bandar Abbas und auf der Insel Gheschm gehört

Im Süden Irans sind mehrere Explosionen zu hören gewesen – und zwar in der Hafenstadt Bandar Abbas sowie auf der nahe gelegenen Insel Gheschm. Das berichten iranische Medien.

Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldet, in Teilen von Bandar Abbas seien mehrere Explosionen zu hören gewesen, Behörden würden vor Ort ermitteln. Die halboffizielle Agentur Tasnim zitiert Provinzverantwortliche, wonach zwar Detonationen in Bandar Abbas gehört worden seien – Hinweise auf Raketeneinschläge oder Angriffe durch US-Kampfjets lägen aber bislang nicht vor.

Auf Gheschm seien die Explosionen laut Tasnim gegen 3.38 Uhr Ortszeit (0.08 Uhr MESZ) an mehreren Orten der Insel zu hören gewesen. Einwohner sprächen von drei bis fünf Einschlägen auf der Insel, so die Agentur.

USA verüben Vergeltungsschläge

Das US-Militär hat nach dem Tod von zwei seiner Soldaten Vergeltungsschläge gegen die iranischen Revolutionsgarden angekündigt. Um 18.00 Uhr US-Ostküstenzeit (1.30 Uhr Ortszeit im Iran) habe man neue Luftangriffe auf den Iran begonnen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Ziel sei es, die Fähigkeit des Irans, die Handelsschifffahrt in der Strasse von Hormus zu bedrohen, weiter zu schwächen. Zudem zielten die Angriffe darauf ab, die Revolutionsgarden, die in der vergangenen Nacht Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt hätten, «schnell zu bestrafen».

Iran hat Rahmenabkommen ausgesetzt

Irans Vizeaussenminister Kasem Gharibabadi sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt und fühle sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden. Trump sagte dazu nach Angaben von NewsNation, dass ihm das «völlig egal» sei.

Trump über Tod von US-Soldaten: "sehr traurige Sache"

Trump hat den Tod von zwei weiteren US-Soldaten im Iran-Krieg als «sehr traurig» bezeichnet. Der US-Sender NewsNation zitierte ihn nach einem Gespräch über die Todesfälle mit der Aussage, dass das auch «eine sehr traurige Sache» sei.

«Wir sehen das ungern», sagte Trump demnach. Die Soldaten seien im Dienst für ihr Land gestorben. Nach Angaben des Senders bekräftigte Trump auch seine im Zuge des Krieges vielfach vorgebrachte Botschaft, dass der Iran keine Atomwaffen haben dürfe.

USA iran
Donald Trump bezeichnete den Tod der Soldaten im Iran-Krieg als «traurige Sache». - Keystone

USA raten Staatsbürgern wegen Nahost weltweit zur Vorsicht

Das US-Aussenministerium ruft amerikanische Staatsbürgerinnen und -bürger wegen der verschärften Spannungen im Nahen Osten weltweit zu «erhöhter Vorsicht» auf. Die Warnung gilt insbesondere für Personen, die sich im Nahen Osten aufhalten, wie aus einer Mitteilung auf der Website des Ministeriums hervorgeht. Die Sicherheitslage bleibe komplex, es bestehe die Gefahr einer «unvorhergesehenen Eskalation».

Auch ausserhalb des Nahen Ostens seien diplomatische Einrichtungen der USA bereits ins Visier geraten, hiess es. Gruppen, die den Iran unterstützten, könnten weitere Orte in den Fokus rücken, die mit den Vereinigten Staaten und/oder US-Amerikanerinnen und -Amerikanern in Verbindung stünden, warnte das US-Aussenministerium.

Sa, 23:06

Emirate fordern "sofortigen Stopp der Eskalation" im Nahost-Konflikt

Die Vereinigten Arabischen Emirate fordern im Nahost-Konflikt angesichts der jüngsten Eskalation «ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten sowie eine rasche Rückkehr an den Verhandlungstisch».

Ohne die Kriegsparteien USA und Iran namentlich zu erwähnen, mahnte das Aussenministerium auf der Plattform X einen «sofortigen Stopp der Eskalation» und äusserste Zurückhaltung an, «um gefährliche Auswirkungen und ein Abgleiten der Region in ein neues Ausmass an Gewalt und Instabilität zu verhindern».

Angriffe auf zivile Infrastruktur in der Region wie Schulen, Spitäler oder Entsalzungsanlagen stellten einen Verstoss gegen das Völkerrecht dar und dürften nicht hingenommen werden.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #3609 (nicht angemeldet)

Er ist bestenfalls hart vor den Schrank gelaufen.... dem glaubt doch niemand mehr. Er lügt, wenn er den Mund bewegt.

User #6113 (nicht angemeldet)

Rael lässt die anderen kämpfen.

Weiterlesen

Depositphotos
4 Interaktionen
Weiterbildung

MEHR IN NEWS

Waldbrand Möriken AG
14 Interaktionen
Feuer gelöscht!

MEHR AUS JORDANIEN

Iran Kriegsschiff
4 Interaktionen
Aus dem Iran
Amman
3 Interaktionen
Amman
US-Soldatin tot Iran
Von Rakete getroffen