Olympische Winterspiele 2038 im Fokus des Magglingertags
Der diesjährige Magglingertag hat sich der Schweizer Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2038 gewidmet. Bundesrat Martin Pfister zeigte sich überzeugt, dass die Spiele der Schweiz einen Mehrwert bringen würden.

Für den Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) sind diese Grossveranstaltungen eine grosse Chance für die Schweiz. «Das ist genau das, was die Schweiz zurzeit braucht: Emotionen, Stolz und Zusammenhalt», sagte er laut dem Redetext.
Anlässlich des Magglingertags – dem wichtigsten Ereignis der Schweizer Sportpolitik – diskutierten Expertinnen und Experten aus den Bereichen Sport, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft über die Chancen dieses Projekts für die Schweiz und seinen Nutzen für die Bevölkerung.
Das Projekt für die Winterspiele 2038 tritt nun in eine entscheidende Phase. Der Nationalrat unterstützte es bereits, der Ständerat wird im Dezember darüber beraten. Dessen zuständige Kommission befürwortet das Vorhaben, das eine maximale Bundesfinanzhilfe von 200 Millionen Franken vorsieht.
Bereits im Juni hatte sich der Bundesrat für die Organisation des Grossanlasses ausgesprochen. Die Regierung hob die positiven Auswirkungen der Spiele auf die Bevölkerung sowie Innovationen in den Bereichen Sportförderung, Mobilität und Tourismus hervor.
Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum kommenden Frühjahr beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht werden. Der Verein «Switzerland 2038» kalkuliert für die zehn Jahre von der Vergabe bis zu den Spielen mit einem Budget von 2,2 Milliarden Franken. Dieser Betrag soll grösstenteils durch private Gelder und das IOC gedeckt werden.
Das Bundesamt für Sport (Baspo) ergänzte in einer Mitteilung, dass sich die Wirtschaftskreise erstmals in der Geschichte der Schweizer Olympia-Kandidaturen mit erheblichen finanziellen Beiträgen für das Projekt engagieren.
Die Spiele sollen höchsten nationalen und internationalen Standards in Bezug auf Nachhaltigkeit, Transparenz und Governance genügen. Das Bewerbungsdossier sieht eine dezentrale Durchführung in allen vier Sprachregionen vor, wobei keine neuen Bauten entstehen sollen.














