Berner Ratskommission will Hausarzt-Ausbildungsprogramm ausbauen
Die Gesundheits- und Sozialkommission des bernischen Grossen Rates will das Angebot von ärztlichen Weiterbildungen in Hausarztpraxen ausbauen. Das Praxisassistenz-Programm sei zum zentralen Instrument zur Nachwuchsförderung in der medizinischen Grundversorgung geworden.

Rund 80 Prozent der ehemaligen Teilnehmenden arbeiten in einer Praxis im Kanton Bern oder streben dies an, wie die Kommission am Montag in einer Mitteilung schrieb. Die Nachfrage sei ungebrochen hoch.
Der Regierungsrat schlug deshalb im Februar vor, die bestehenden 45 Praxisassistenzstellen um mindestens zehn aufzustocken. Der Kommission ist das nicht genug: Sie möchte angesichts des anhaltenden Hausarztmangels den Kredit für die Programmperiode 2027 bis 2031 von 2,25 Millionen auf jährlich 3 Millionen Franken erhöhen.
Weiter möchte die Kommission Weiterbildungen in Arztpraxen, Gesundheitszentren und anderen ambulanten Gesundheitseinrichtungen fördern. Sie beantragt dem Grossen Rat zusätzlich jährlich 2,1 Millionen Franken für die Jahre 2026 und 2027 für ärztliche und pharmazeutische Weiterbildungen. Mit diesem Geld soll der Kanton jährlich bis zu 70 zusätzliche ambulante Weiterbildungsstellen mitfinanzieren.
Über beide Geschäfte wird das Kantonsparlament in der anstehenden Sommersession befinden.






