Erste Bauetappe fertig: Marzili öffnet Ende Woche

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Bern,

Nach dem Abschluss der ersten von vier Bauetappen öffnet das Marzilibad Ende Woche teilweise. In den Schwimmbecken kann ab Mitte Juni wieder geschwommen werden.

In den Becken des Marzilibads kann ab Mitte Juni wieder geschwommen werden.
In den Becken des Marzilibads kann ab Mitte Juni wieder geschwommen werden. - Keystone/PETER SCHNEIDER

Die erste Etappe beinhaltete die Sanierung der Schwimmbecken: Sie wurden mit Edelstahl versehen.

Weiter wurden die Startblöcke und der Sprungturm ersetzt sowie die veraltete Badewassertechnik erneuert. Das geht aus einem Communiqué der Stadt Bern vom Montag hervor.

Marzili Bern Bad Aare
Sicht auf ein neu eingekleidetes Wasserbecken im Marzili. - keystone

Ebenfalls ein neues Gesicht erhalten haben der Kinderplanschbereich und der Spielplatz. Zwischen Marzili und Aare steht zudem neu eine Hochwasserschutzmauer. Die Bauarbeiten profitierten gemäss der Stadt von günstigen Wetterbedingungen.

Die Schwimmbecken stehen voraussichtlich ab dem 13. Juni wieder zur Verfügung.

Gehst du gerne ins Marzili?

Demnächst fertig sind auch die Hochwasserschutzarbeiten zwischen Schönausteg und Marzili. Zwischen Eichholz und Marzili verbaute die Stadt 13'000 Tonnen Blocksteine. Beim Gaswerkareal legte sie eine rund 2000 Quadratmeter grosse Flachwasserzone mit fünf Inseln an.

Das neu gestaltete Ufergebiet soll Jungfischen und wirbellosen Tieren Lebensraum bieten und ist nicht als Badezone gedacht.

Marzili
Gartenarbeiter bereiten den Grund zum Verlegen von Rasenflächen vor im Marzili. - keystone

Die direkt angrenzende Landfläche wird bei Hochwasser überflutet. Neue Erddämme, die einem 100-jährlichen Ereignis standhalten sollen, schützen die dahinterliegenden Wohngebiete.

In der anstehenden zweiten Bauetappe im Marzili erstellt die Stadt ein neues Gebäude für Betriebsgeräte. Weiter saniert sie die beiden ehemaligen Badewärterhäuser und setzt die Umkleidekabinen im nördlichen Teil des Areals instand.

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Kommentare

User #5377 (nicht angemeldet)

Es kommt jetzt also alles gut, danke.

User #4385 (nicht angemeldet)

Mit grossem Unverständnis und Ärger betrachte ich die jüngste Umgestaltung des Uferbereichs. Was früher ein schattiger, naturnaher und für Mensch wie Tier angenehmer Ort war, ist heute vielerorts eine steinige, aufgeheizte Fläche ohne echten Mehrwert. Unverständlich ist für mich insbesondere, dass kein richtiger Zugang zum Wasser zum Schwimmen geschaffen wurde. Stattdessen soll man sich offenbar auf heissen Steinen in der prallen Sonne aufhalten – das hat weder mit Erholung noch mit Aufenthaltsqualität zu tun. Noch schwerer wiegt der Verlust von Bäumen und Sträuchern, die zuvor Lebensraum für Vögel und Insekten boten. Diese Vegetation spendete Schatten, kühlte die Umgebung auf natürliche Weise und stabilisierte den Boden. Gerade in Zeiten zunehmender Hitze wären solche Strukturen wichtiger denn je. Zu behaupten, dies diene dem „Gewässerschutz“, wirkt auf mich zynisch: Bewachsene Ufer bieten nachweislich mehr Schutz und Stabilität als kahle Steinverbauungen. Das Projekts hinterlässt den Eindruck, dass viel Geld ausgegeben wurde, um einen zuvor schönen und funktionierenden Uferweg zu zerstören, statt ihn behutsam weiterzuentwickeln. Ich frage mich, für wen solche Projekte eigentlich gemacht werden – für die Natur sicher nicht, und für die Bevölkerung nur bedingt. Weniger Beton und Steine, dafür mehr Respekt vor gewachsenen Strukturen und echter Natur, wären der bessere Weg gewesen.

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