Neuer Tunnel entflechtet in Bern den Bahnverkehr
In Bern wird im September ein neuer Tunnel eröffnet. So soll der Bahnverkehr entflechtet werden.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein neuer Tunnel entflechtet ab dem 12. September in Bern den Bahnverkehr.
- Westlich des Bahnhofs Bern-Wankdorf führt er unter drei bestehenden Gleisen hindurch.
In Bern-Wankdorf nehmen die SBB am 12. September die «Entflechtung Wylerfeld» in Betrieb. Es ist ein Bauwerk, das die Bundesbahnen als «Schlüsselprojekt für mehr Verbindungen und Pünktlichkeit in der Region Bern und der ganzen Schweiz» bezeichnen.
Kernstück der Projekts ist ein 300 Meter langer Tunnel, welcher im Norden der Stadt Bern, westlich des Bahnhofs Bern-Wankdorf, unter drei bestehenden Gleisen hindurch führt. Er behebt die heute bestehenden Kreuzungskonflikte in diesem Gebiet.
Gemeint ist, dass im Wylerfeld die viel befahrenen Bahnstrecken Olten-Bern, Biel-Bern und Thun-Bern zusammenlaufen. Auf ihnen verkehren täglich 900 Züge. Weil diese bisher nur eine Ebene zur Verfügung haben, kommen sie sich oft gegenseitig in die Quere. Das führt immer wieder zu Verspätungen.
Bahnverkehr soll verflüssigt werden
Mit dem Bau einer zweiten Kreuzungsebene – dem neuen Tunnel – kann der Bahnverkehr verflüssigt werden. Am Mittwochnachmittag luden die SBB Medienschaffende zu einer Jungfernfahrt durch dieses neue Bauwerk.
Auf rund 270 Millionen Franken wurden die Baukosten für die Entflechtung bei Baubeginn veranschlagt. Zu den sechseinhalbjährigen Bauarbeiten gehörte auch, dass zwei Strassenbrücken über die Bahngeleise abgebrochen und neu gebaut wurden. Ihre heutige Spannweite war zu gering.
Das neue Bauwerk wird es den SBB auch ermöglichen, die Ostschweiz und Zürich wieder direkt mit Interlaken BE und dem dortigen Tourismusgebiet zu verbinden. 2007 war diese Direktverbindung eingestellt worden. Sie figuriert im Fahrplanentwurf 2023, den die SBB Mitte Mai präsentierten.








