Nationalrat fordert neue Hotline für Opfer von Cyberangriffen
Opfer von Cyberangriffen sollen sich künftig an eine neu zu schaffende Hotline wenden können. Das fordert der Nationalrat. Er hat am Donnerstag eine entsprechende Motion angenommen. Nun ist der Ständerat am Zug.

Mit 99 zu 85 Stimmen bei 5 Enthaltungen sagte die grosse Kammer Ja zum Vorstoss der Waadtländer FDP-Nationalrätin Jacqueline de Quattro. Mitglieder von fünf Fraktionen hatten die Motion mitunterzeichnet. Eine neue Hotline oder eine neue Beratungsplattform sei angezeigt, lautete der Tenor.
Motionärin de Quattro argumentierte mit der exponentiell wachsenden Cyberkriminalität. Die Bürgerinnen und Bürger stünden diesen Gefahren oft ziemlich hilflos gegenüber. Nur 15 Prozent der Vorfälle würden heute gemeldet, sodass Kriminelle weitgehend freie Hand hätten.
Tipps von Behörden, wie die Opfer von Cyberangriffen ihren Computer sicherer machen können, reichten nicht aus, sagte de Quattro. Eine Hotline böte einen Mehrwert, indem sie die Betroffenen unterstützt und sie beruhigt.
Verteidigungsminister Martin Pfister teilte im Namen des Bundesrats zwar das Anliegen der Motion, die Cybersicherheit für die Bevölkerung zu verbessern. Angesichts der bestehenden Angebote sehe er aber keinen Bedarf für eine zusätzliche staatliche Hotline.










