Eine Umfrage bei Bars und Klubs ergab, dass die Branche wegen den Corona-Massnahmen einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent hinnehmen muss.
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Junge Frauen und Männer tanzen in einer Disco in Genf. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schweizer Nachtklubs und Bars haben 60 bis 70 Prozent an Umsatz verloren.
  • Das ergab eine Umfrage der Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK).
  • Bei einer Verlängerung von 2G+ bis Ende März seien dringend Entschädigungen nötig.

Die Schweizer Nachtkulturbranche beklagt laut einer neuen Umfrage unter ihren Mitgliedern einen Umsatzrückgang von 60 bis 70 Prozent. Betriebseinstellungen aufgrund der Corona-Massnahmen seien an der Tagesordnung. Eine Verlängerung von 2G+ bis Ende März würde die Branche in existenzielle Nöte treiben.

Umsatzverlust von 60 bis 70 Prozent

Bei den Musik-Bars liege der geschätzte Umsatzverlust seit Mitte Dezember bei durchschnittlich 61 Prozent. Bei den Eventlocations und Musik-Clubs seien es bis zu 70 Prozent. Das teilte die Schweizer Bar und Club Kommission (SBCK) am Freitag mit. Sie bezieht sich dabei auf eine Umfrage bei rund 100 Clubs, Eventlocations und Musik-Bars aus der ganzen Schweiz.

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Demnach mussten 46 Prozent der Eventlocations, 16 Prozent der Musik-Clubs und 7 Prozent der Musikbars aus wirtschaftlichen Gründen bereits schliessen. Nur 8 Prozent der Eventlocations hätten aktuell noch regulär geöffnet. Bei den Musik-Clubs seien es noch 18 Prozent, bei den Musik-Bars 27 Prozent.

Die Mehrheit der Befragten spare beim kulturellen Inhalt. Dies gehe insbesondere zu Lasten von lokalen Künstlerinnen und Künstlern. In 70 Prozent der Betriebe sei ein Teil des Personals in Kurzarbeit.

Nachtkultur verlangt Entschädigungen

Die Nachtkultur benötige deshalb unkomplizierte Unterstützung, unabhängig davon, ob 2G+ weitergeführt oder die Betriebe geschlossen würden. Härtefallzahlungen im April seien für viele Betriebe zu spät. Zudem müsse die maximale Bezugsdauer für Kurzarbeitsentschädigung verlängert werden, sonst werde es zu Entlassungen kommen.

Die SBCK verlangt zudem «endlich ein verlässliches Ausstiegsszenarium». Die Branche sei seit März 2020 massiv eingeschränkt durch die Covid-Massnahmen.

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