Eine 33-Jährige wurde in Zürich verhaftet. Die mutmassliche Liebesbetrügerin soll von einem Rentner 160'000 Franken erbeutet haben.
HB Zürich 14-Jähriger
Polizisten der Kantonspolizei Zürich patrouillieren am Hauptbahnhof Zürich. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich wurde ein mutmassliche Liebesbetrügerin verhaftet.
  • Die 33-Jährige gaukelte einem 78-Jährigen vor, dass sie in ihn verliebt sei.
  • Damit brachte sie ihn um 160'000 Franken.

In Zürich ist eine 33-jährige mutmassliche Liebesbetrügerin verhaftet worden. Es besteht laut Polizei der Verdacht, dass die Rumänin einem 78-jährigen Senior Liebe vorgaukelte und ihn mit diesem Vorgehen um rund 160'000 Franken betrog.

Den Polizisten seien am Mittwochnachmittag im Hauptbahnhof Zürich ein älterer Mann und eine jüngere Frau aufgefallen, schrieb die Kantonspolizei Zürich heute Samstag in einer Mitteilung.

Mutmassliche Liebesbetrügerin hatte 30'000 Franken dabei

Wegen dieser Situation seien sie davon ausgegangen, dass der Mann Opfer eines Trickdiebstahls werde, deshalb hätten sie beide Personen kontrolliert. Dabei habe sich herausgestellt, dass es sich bei der 33-Jährigen um eine mutmassliche Liebesbetrügerin handle – die Frau wurde verhaftet.

Es bestehe der Verdacht, dass die Rumänin dem 78-Jährigen Liebe vorgespielt und ihn mit unterschiedlichen Geschichten um rund 160'000 Franken betrogen habe. Die Polizisten konnten über 30'000 Franken bei der Frau sicherstellen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft habe das Zwangsmassnahmengericht Untersuchungshaft angeordnet.

Kantonspolizei warnt vor «Romance Scam»

In der Mitteilung warnt die Kantonspolizei Zürich vor Liebesbetrug mit der Internetbetrugsmasche «Romance Scam». Dabei handle es sich um eine moderne Version des Heiratsschwindels. Demnach nehmen der Betrüger oder die Betrügerin mit dem Opfer über das Internet Kontakt auf. Nach kurzer Zeit werde es mit Liebesschwüren umgarnt, bis der oder die Betroffene Liebesgefühle entwickle, doch bald darauf folgten Anfragen nach finanzieller Unterstützung.

Die Kantonspolizei empfiehlt deshalb, bei Kontaktanfragen von unbekannten Personen vorsichtig zu sein. Bei Liebesbekundungen innerhalb kürzester Zeit sei Misstrauen angesagt, vor allem, wenn «die neue Liebe» grössere Geldbeträge oder Wertsachen verlange.

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