Anschlag

Mitarbeiter der neuen Sporthalle in Lausanne sind am Anschlag

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Lausanne,

Der Betreiber der neuen Eishalle in Lausanne steckt in einer internen Krise. Die Mitarbeiter klagen über ein schlechtes Arbeitsklima, Überlastung und nicht bezahlte Leistungen. Sie haben sich an die Gewerkschaft Unia gewandt. Der Kanton verlangt ein externes Audit.

Im September fanden in der neuen Halle die ersten Eishockeyspiele statt. Das Gebäude wurde unter grossem Zeitdruck fertiggestellt. (Archiv)
Im September fanden in der neuen Halle die ersten Eishockeyspiele statt. Das Gebäude wurde unter grossem Zeitdruck fertiggestellt. (Archiv) - sda - Keystone/LAURENT GILLIERON

Das Wichtigste in Kürze

  • Angefangen hatten die Probleme mit dem Endspurt beim Bau der neuen Halle - der Vaudoise Arena in Malley.
  • Die Halle sollte für die Jugendspiele Anfang Januar gebaut werden.
  • Unter grossem Druck wurde die Halle in Rekordzeit fertiggestellt.

Diese sollte für die Olympischen Jugendspiele Anfang Januar fertiggestellt werden. Gebaut wurde sie schliesslich in Rekordzeit, obwohl es in einer entscheidenden Phase mit einem Auftragnehmer grosse Probleme gab.

Leidtragende der Situation waren laut der Gewerkschaft die rund 20 Mitarbeiter des Hallen-Betreibers CSM (Centre sportif de Malley). Sie gerieten unter grossen Druck.

«Ergebnis war eine erschreckend hohe Arbeitsbelastung», wird Giorgio Mancuso von der Gewerkschaft Unia in einem Artikel der Zeitung «Le Temps» vom Mittwoch zitiert. «Einige von ihnen beklagten sich, dass sie 17 bis 20 Stunden hintereinander arbeiten mussten, ohne jegliche Ruhezeit.»

Nur kleiner Teil der Beschäftigten betroffen

CSM-Verwaltungsratspräsident Jean-Jacques Schilt relativiert. Diese «Krise» treffe nur auf einen sehr kleinen Teil der Beschäftigten zu. Zudem verwies er auf die neuen Dimensionen des neuen Sportkomplexes im Vergleich zur alten Eishalle. «Früher hatten wir einen Döschwo, jetzt steigen wir in einen Ferrari ein. Ein kleiner Teil des Personals bekundete grosse Mühe, diese gewichtigen Veränderungen zu akzeptieren», sagte der Verwaltungsratspräsident weiter.

vaudoise arena
Die Vaudoise Arena wurde für die Olympischen Jugendspiele Anfang Januar in Rekorszeit fertiggestellt. - Keystone

Es sei in der Zwischenzeit zu einem Treffen von Gewerkschaftsvertretern und Geschäftsleitung gekommen. Dabei seien bestimmte Fragen wie etwa die Zahlung von Nachtzuschlägen erörtert worden. «Bisher hatte niemand darum gebeten», sagte Schilt. Zudem werde es Verhandlungen über einen Kollektivvertrag geben.

Wegen Arbeitsbedingungen an Arbeitsamt gewandt

Der von einigen Mitarbeitern kritisierte Betriebsleiter wird vom Verwaltungsrat in Schutz genommen. Der Mann geniesse weiter die «volle Unterstützung» des Gremiums. «Er ist in keiner Weise verantwortlich. Ich verstehe nicht, was man ihm vorwirft», erklärte Schilt.

Die Mitarbeiter hatten sich wegen der «inakzeptablen Arbeitsbedingungen» an das Kantonale Arbeitsamt der Waadt gewandt. Dadurch erhielt der zuständige Staatsrat Philippe Leuba Kenntnis von den Missständen. Er forderte das Unternehmen dazu auf, ein externes Audit durchzuführen. Diese Überprüfung des Betriebs soll laut Schilt nächste Woche vom Verwaltungsrat formell gebilligt werden.

Kommentare

Weiterlesen

unfall fünf meter
4 Interaktionen
Sturz aus 5 Metern
SCB Hymne Fail
38 Interaktionen
Fail in CL
Vaudoise aréna
EWZ

MEHR IN NEWS

Schaffhauser Polizei
1 Interaktionen
Schaffhausen
Geothermie
6 Interaktionen
Energie-Hoffnung
gabbar
7 Interaktionen
Für kranken Ehemann
china bayer
Pharmawachstum

MEHR ANSCHLAG

Terroranschlag
10 Interaktionen
Hamburg
Amalia Alexia
9 Interaktionen
Anschlag geplant?
3 Interaktionen
Moskau

MEHR AUS LAUSANNE

Liebesbetrug
3 Interaktionen
Lausanne
a
54 Interaktionen
Trotz Verstoss
E-Zigarette
2 Genfer Firmen
Migrolino
16 Interaktionen
Sonntag offen