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    Migros stellt sich mit Krisenstab auf Gas- und Strommangel ein

    Keystone-SDA
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    Zürich,

    Die Migros bereitet sich auf einen Strommangel vor. Im Notfall werden weniger Brotsorten angeboten und das Patisserie-Angebot eingeschränkt.

    Fabrice zumbrunnen Migros
    Fabrice Zumbrunnen, Konzernchef der Migros. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Migros hat einen Krisenstab eingesetzt, um sich auf einen Strommangel vorzubereiten.
    • Im Notfall würden wohl nur noch fünf Brotsorte, davon aber viel mehr, angeboten.
    • Bei einem Stromunterbruch von einer Woche, funktioniere die Gesellschaft nicht mehr.

    Der Detailhandelskonzern Migros hat einen Krisenstab eingesetzt, um sich auf den drohenden Gas- und Strommangel im kommenden Winter einzustellen. Die Migros trägt laut Konzernchef Fabrice Zumbrunnen Verantwortung für die Landesversorgung.

    «Wir sind systemrelevant», sagte Zumbrunnen in einem Interview mit der Tageszeitung «Blick». Auch wenn der Strom ausfalle, müssten ausreichend Lebensmittel zur Verfügung stehen. Fliesse weniger Strom und Gas, müssten die Produktionszeiten verkürzt werden.

    Migros
    Eine Migros bleibt nach einem Stromausfall 2012 geschlossen. Im Winter sollte dies verhindert werden. - Keystone

    Die Migros müsse dann entscheiden, welche Produkte weniger oder gar nicht mehr hergestellt werden. Als Beispiel erwähnte Zumbrunnen die Grossbäckerei Jowa. Statt zahlreicher Brotsorten, würde der Grossverteiler dann vielleicht «nur noch fünf Sorten» produzieren.

    Ab drei Stunden Stromausfall darf kein Fisch mehr verkauft werden

    Weil die Maschinen dadurch weniger gereinigt und aufeinander abgestimmt werden müssten, könne die Migros mengenmässig genug Brot anbieten, wie wenn es keine Einschränkungen gäbe. Stark eingeschränkt werden könnte beispielsweise das Pâtisserie-Sortiment, weil dieses Angebot nicht lebensnotwendig sei.

    Stromausfälle von ein paar Stunden könnte es geben. Einschränkungen im Angebot ebenfalls. Dauere der Ausfall zwei bis drei Stunden, liessen sich viele Produkte noch retten. Aber Fisch dürfte dann zum Beispiel nicht mehr verkauft werden.

    Habe die Migros über Tage zu wenig Strom zur Verfügung, müsste sie Filialen schliessen. Bei einem Stromunterbruch von einer Woche würde die ganze Gesellschaft nicht mehr funktionieren, sagte Zumbrunnen weiter. Die Migros sei bereits daran, den Stromverbrauch zu senken. So verzichte sie zum Beispiel auf die Weihnachtsbeleuchtung.

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