Roboter aus China unterbietet Weltrekord über 100 Meter
Ein Roboter hat beim Auftakt einer Weltmeisterschaft in China im Sprint über 100 Meter den bestehenden Rekord von Usain Bolt geschlagen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Robotermodell «Blitz» stellt neuen Weltrekord über 100 Meter auf – und ist schneller als Usain Bolt.
- In der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking findet momentan die zweite Roboter-Weltmeisterschaft statt.
- Die chinesische Regierung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter künstlicher Intelligenz zur Zukunftsindustrie erklärt.
Ein Roboter des chinesischen Smartphone-Herstellers «Honor» hatte mit 9,32 Sekunden die Bestmarke von Usain Bolt geschlagen, berichtet das chinesische Staatsfernsehen.
Honors Robotermodell mit dem Namen «Blitz» hatte im April bereits einen Rekord gebrochen. Er hatte die gelaufene Bestzeit im Halbmarathon über rund 21 Kilometer mit 50 Minuten und 26 Sekunden deutlich unterboten.
In der olympischen Eisschnelllaufhalle in Peking findet bis zum 26. August die zweite Ausgabe der Roboter-Weltmeisterschaft statt. Dort treten in verschiedenen Disziplinen weitere Roboter gegeneinander an.
Roboter sind für Peking Zukunftsindustrie
Die Organisatoren erwarten mehr als 660 Teams mit über 2000 Robotern aus 16 Ländern. Die meisten Teams stammen aus China – viele kommen von Unternehmen und Universitäten.
Auf dem Programm stehen 51 Disziplinen: von Weitsprung und Gewichtheben bis hin zu Tischtennis und Fussball. Auch alltagsnahe Szenarien sind dabei. Etwa Haushaltsaufgaben, Rettungseinsätze oder Fertigungslinien, an denen sich die Roboter beweisen müssen.

Chinas Regierung hat die Entwicklung sogenannter verkörperter Künstlicher Intelligenz zur Zukunftsindustrie erklärt. Entsprechend investieren zahlreiche Firmen und Hochschulen kräftig in Forschung und Bau humanoider Roboter.
Einige Unternehmen drängen deshalb an die Börse, um frisches Geld von Investoren zu beschaffen. Zuletzt sorgte der Roboterbauer «Unitree» mit einem fulminanten Börsenstart in Shanghai für Aufsehen. Die Aktie schoss beim Debüt um 629 Prozent nach oben.
China will technologisch Unabhängigkeit
Auch andere Hardware- und KI-Unternehmen aus Bereichen wie Halbleitern und Robotik, die Peking gezielt fördert, legten zuvor starke Börsengänge hin. China will so die technologische Abhängigkeit vom Ausland verringern und neue Wachstumsmotoren schaffen. Vor allem die USA gelten ebenfalls als führend bei der Entwicklung humanoider Roboter.

Der Trend zieht inzwischen auch Firmen aus anderen Branchen an, die nun in der Robotik mitmischen. Experten warnen bereits: Am Ende könnte ein Überangebot entstehen – inklusive harter Rabattschlachten. Eine ähnliche Entwicklung gab es in China schon in der Elektroauto-Industrie.





















