Mehr Licht als Schatten
Die Schweizer Landwirtschaft hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Der Frost von Ende April sorgte für erhebliche Schäden im Obst- und Weinbau. In den meisten anderen Produktionsbereichen verlief das Jahr aber aussergewöhnlich gut.

Das Wichtigste in Kürze
- Der Frost von Ende April sorgte für erhebliche Schäden im Obst- und Weinbau.
- Das lange andauernde warme Sommerwetter tat den Kulturen gut.
- Die auf Alpen gesömmerten Tiere fanden genug Futter.
- Die Getreidemengen fielen ausserordentlich hoch aus.
Die Frostschäden seien je nach Region
stark unterschiedlich ausgefallen, bilanzierte der Landwirtschaftliche
Informationsdienst (LID) am Mittwoch des zu Ende gehenden Jahr. Der
aussergewöhnliche Frost traf viele Obst- und Beerenkulturen in einem
empfindlichen Wachstumsstadium mit Blüten und kleinen Früchten.
Das lange andauernde warme Sommerwetter
tat den Kulturen gut. Der Krankheitsdruck hielt sich in Grenzen.
Die auf den Alpen gesömmerten Tiere fanden
genug Futter. Einzig der trockene Juni verknappte es regional.
Der sonnige Mai ermöglichte im Tal eine frühe und gute Heuernte. Die Erntemengen fielen normal, aus und die
Heuqualität und -quantität war bestens.
Die Getreidemengen fielen
ausserordentlich hoch aus.
Erfreulich verlief die Zuckerrüben-Ernte.
Nach schwachen Vorjahren konnte wieder mehr Zucker produziert werden. Die Kartoffelerträge lagen höher als in
den beiden vorhergehenden Jahren. Beim Wein war die Qualität der geernteten
Trauben sehr gut. Es wird ein spitzenmässiger Weinjahrgang erwartet.
Weiter zurück gingen die
Milchviehbestände, dies hauptsächlich wegen des tiefen Milchpreises. Milch- und
Schlachtkühe waren sehr gesucht, und die Preise waren hoch.






