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Mehr Gäste, aber Verlust bei der BLS

Keystone-SDA
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Bern,

Mit rund 73,4 Millionen Fahrgästen hat die BLS 2025 den Rekord aus dem Vorjahr um drei Prozent übertroffen. Trotzdem schloss das Unternehmen das vergangene Geschäftsjahr mit einem Minus von 10,3 Millionen Franken.

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Mit rund 73,4 Millionen Fahrgästen hat die BLS 2025 den Rekord aus dem Vorjahr um drei Prozent übertroffen. - keystone

Derzeit steige der Anteil des öffentlichen Verkehrs an der gesamten Verkehrsleistung, schrieb die BLS am Freitag in ihrem Geschäftsbericht. In den Zügen der BLS stieg die Zahl der Fahrgäste um fast drei Prozent, bei der Schifffahrt gar um acht Prozent.

Mehr Passagiere bedeuten auch einen Anstieg bei den sogenannten Personenkilometern. Diese geben an, wie viele Kilometer jeder Fahrgast im Durchschnitt mit den Zügen der BLS zurückgelegt haben. Im Jahr 2025 hat jeder Passagier gemäss BLS rund 1300 Kilometer zurückgelegt.

In den letzten Jahren seien die steigenden Zahlen vor allem dem Freizeit- und Tourismusverkehr geschuldet, hiess es im Geschäftsbericht weiter. Auf den Linien im Berner Oberland, im Wallis und am Simplon wies die BLS 2025 gar eine «überdurchschnittliche Nachfragesteigerung von 4,5 Prozent» aus.

Den stärksten Passagier-Anstieg verzeichnete aber die Schifffahrt mit 7,8 Prozent. 2025 waren 698'356 Fahrgäste auf dem Brienzersee und 941'620 Fahrgäste auf dem Thunersee unterwegs. Minim weniger Passagiere wurden 2025 mit dem Bus oder im Fahrzeug beim Autoverlad am Lötschberg transportiert.

Der BLS zufolge konnte die Pünktlichkeit auch im letzten Jahr weiter verbessert werden. Dieser positive Trend stimme auch die Fahrgäste zufrieden. Gemäss eigener Umfrage beurteilten 90 Prozent der Fahrgäste die Pünktlichkeit der Züge als gut bis sehr gut – zwei Jahre zuvor lag diese noch bei 84 Prozent.

Seit mehreren Jahren liege die Anschlusspünktlichkeit bei rund 99 Prozent, schrieb die BLS weiter. Von hundert Reisenden erreiche nur einer seinen Anschluss nicht. Als pünktlich gelten in der Schweiz Züge, die mit weniger als drei Minuten Verspätung verkehren.

Trotz Wachstumskurs ist die finanzielle Situation dem Unternehmen zufolge angespannt. So habe der Bahnbetrieb 2025 mit weniger öffentlichen Mitteln bewältigt werden müssen, schrieb das Unternehmen. Bund und Kantone zahlten 11,5 Millionen Franken weniger an die BLS aus.

Die geopolitische Lage und zahlreiche Bauarbeiten auf den Schienen in Europa hatten für eine sinkende Nachfrage und Mehrkosten beim Güterverkehr gesorgt. Das sei auch der Grund für den Jahresverlust. 2024 hatte die BLS einen Gewinn von 23,6 Millionen Franken erzielt.

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