Feuerwerk am 1. August? Es sieht schlecht aus
Noch bleibt Zeit bis zur Bundesfeier. Doch es braucht sehr viel Regen, um die Trockenheit zu überwinden. Die Prognosen erlauben nun eine grobe Abschätzung.

Das Wichtigste in Kürze
- Aktuell herrscht fast in der ganzen Schweiz hohe Waldbrandgefahr.
- Bleibt noch Zeit für genügend Regen, um am 1. August Feuerwerk zünden zu können?
- Bald könnten laute Feuerwerke ganz verboten werden.
In weiten Teilen der Schweiz herrscht «grosse» bis «sehr grosse» Waldbrandgefahr. Was angesichts der andauernden Trockenheit niemanden verwundert. So wird auch kaum jemand die flächendeckenden Feuerverbote in Zweifel ziehen.
Nicht nur Wälder sind brandgefährdet, immer wieder geraten auch Stoppelfelder in Brand.

Aber in rund zwei Wochen ist 1. August – und es droht ein Feuerwerksverbot. Die Stadt Chur hat sich «bis auf Widerruf» bereits auf ein Verbot festgelegt, der Kanton Bern etwa will nächste Woche entscheiden. Denn ist die Rakete einmal gezündet, wird sich kaum kontrollieren lassen, dass nicht die eine oder andere im Gehölz landet.
Oder auf einem Stoppelfeld. Wo ein 1.-August-Funken dann wohl eine weniger gute Idee wäre.
Bereits Niederschlag bis 30 Millimeter
Dürfen Freunde und Freundinnen der Pyrotechnik noch hoffen? Oder ist jetzt schon klar, dass dieses Jahr die «Ooooh» und «Aaaah» ausbleiben werden?
Immerhin sind in den letzten Tagen Gewitter übers Land gezogen. Es hat nicht nur geblitzt, sondern je nachdem auch zünftig geregnet.
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Punktuell gab es Niederschlagsmengen von 30 Millimetern, vereinzelt auch mehr, bestätigt denn auch Meteorologe Daniel Gerstgrasser von MeteoSchweiz. Mit Betonung auf «punktuell»: «An den meisten Orten lagen die Mengen unter zehn Millimetern, stellenweise ist es auch trocken geblieben», so Gerstgrasser.
Und das reicht eben nicht zur Aufhebung der Feuerverbote. Auch die prognostizierten Schauer am Wochenende noch nicht. Und in der kommenden Woche wird sich in Sachen Waldbrandgefahr nicht viel ändern, eher im Gegenteil.

Denn MeteoSchweiz erwartet eine weitgehend hochdruckbestimmte Wetterlage und kaum mehr Niederschlag. Das heisst: Nicht nur fehlt der Regen, sondern die Trockenheit dürfte sich erneut verstärken, erklärt Gerstgrasser.
Wetter-«Besserung» Ende Juli
Immerhin: «In der letzten Juliwoche könnte sich eine Westströmung mit eher veränderlicher Witterung und der Zufuhr von zeitweise feuchterer Luft einstellen.» So weit in der Zukunft sind die Unsicherheiten aber noch gross, mahnt der Meteorologe.

Doch trotz feuchterer Luft erwartet er lediglich Niederschläge, die ungefähr der Norm entsprechen. Damit die Trockenheit – und damit irgendwann auch die Waldbrandgefahr – endet, müssten drei Faktoren zusammentreffen: Die Niederschläge müssten flächendeckend, ergiebig und über mehrere Tage stattfinden.
Und diese hält Gerstgrasser fest: «Diese sind aktuell nicht in Sicht.»
Mit dieser Prognose sollte sich die Bevölkerung wohl schon mal auf einen leisen 1. August einstellen, vielerorts auch ohne Höhenfeuer.
Das Abbrennen von «Kugelrakete Blinker» und «Kometenfächer Blau» wird wohl auf nächstes Jahr vertagt. Es könnte die letzte Gelegenheit dazu sein, denn im November befindet das Stimmvolk über die Feuerwerksinitiative.












