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    Martin Sellner: Fedpol verbietet Rechtsextremisten die Einreise

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    Bern,

    Der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner darf bis auf Weiteres nicht in die Schweiz und nach Liechtenstein einreisen. Dies gab die Fedpol bekannt.

    Martin Sellner Fedpol
    Der Rechtsextremist Martin Sellner (l.) darf bis auf Weiteres nicht in die Schweiz einreisen. (Archivbild) - Keystone

    Die Schweizer Bundespolizei Fedpol hat eine Einreisesperre gegen Martin Sellner verhängt. Der österreichische Rechtsextremist hatte offenbar am 19. Oktober im Kanton Zürich auftreten wollen.

    Die Sperre gilt für die Dauer von 18 Tagen und schliesst auch Liechtenstein ein, wie das Fedpol im Bundesblatt mitteilt. Dem Bundesamt zufolge basiere das Einreiseverbot auf einer umfassenden Einzelfallprüfung.

    Nicht die erste Einreisesperre

    Martin Sellner ist bekannt für rassistische, völkische und antisemitische Positionen und Verschwörungstheorien. Der 35-jährige Wiener gilt als eine der Schlüsselfiguren der rechtsextremen Szene im europäischen Raum.

    Bereits im März dieses Jahres hatte die Aargauer Kantonspolizei den Auftritt des Rechtsextremen in Tegerfelden AG unterbunden. Beinah zeitgleich war auch in Deutschland ein bundesweites Einreiseverbot gegen Sellner ergangen.

    Zugpferd der rechtsextremen Szene

    Martin Sellner war massgeblich am Aufbau der österreichischen und deutschen Ableger der neu-rechten sogenannten Identitären Bewegung beteiligt. Unter anderem wurde er 2019 wurde er wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung angeklagt, wie «Die Zeit» berichtet.

    Findest du es richtig, dass Extremisten die Einreise in die Schweiz verboten wird?

    Sellner stand auch im Fokus von Ermittlungen wegen möglicher Verbindungen zum Christchurch-Attentäter. Der Terrorist hatte vor seinem Anschlag eine Spende an Sellner überwiesen.

    Trotz Anklagen wurde Sellner bisher nicht verurteilt. Er bestreitet alle Vorwürfe und sieht sich als Opfer politischer Verfolgung.

    Kommentare

    Contamination

    "Bundesamt für Polizei (Fedpol) legte Sellner ein Einreiseverbot für die Schweiz auf" Haben eben Angst vor Büchern.

    Contamination

    Täglich reisen hunderte Personen illegal in die Schweiz ein ohne dass es jemanden stört. Was soll nun an M. Sellner so besonders sein. Schliesslich lässt der sich nicht dauerhaft vom Steuerzahler mit Sozialhilfe alimentieren, beschimpft die Menschen im Gastgeberland nicht als Ungläubige und dreckige Schweinefleischfresser, verbrennt weder die israelische noch die US-Flagge, verweigert Mädchen nicht den Schwimmunterricht und mit dem Messer sticht er auch nicht herum.

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