Kanton Zürich stellt 1,4 Milliarden für Prämienverbilligung bereit
Pünktlich zur Bekanntgabe der Krankenkassenprämien für das kommende Jahr hat der Kanton Zürich am Dienstag die Prämienverbilligungen veröffentlicht: Er stellt für 2026 insgesamt 1,4 Milliarden Franken bereit. Im Schnitt steigen die Prämien im Kanton um 5,8 Prozent.

Der Grund für den erneuten Anstieg liegt bei der Unterdeckung der Kosten durch die Prämien. Zürich liegt über dem schweizweiten Schnitt von 5 Prozent. Wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte, gehören die hohe Inanspruchnahme von Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung, höhere Tarife im stationären Bereich sowie das Wachstum bei Spitex-Leistungen und psychotherapeutischen Angeboten zu den Kostentreibern. Auch der medizinische Fortschritt mit neuen Behandlungsmöglichkeiten führe zu zusätzlichen Kosten.
Im Schnitt zahlen Zürcherinnen und Zürcher im nächsten Jahr 22 Franken mehr pro Monat für die Krankenkassenprämien, rund 404 Franken. «Im Vergleich mit anderen städtisch geprägten Kantonen mit Universitätsspitälern liegt die Belastung aber weiterhin etwas tiefer», heisst es weiter. Der Regierungsrat betont auch, dass die Prämienbelastung unter dem schweizerischen Durchschnitt liegt.
Bund stoppt Zahlungen
Zur Entlastung der Haushalte stellt der Regierungsrat 1,44 Milliarden Franken für die Prämeinverbilligung bereit. Rund 800 Millionen davon sind für die individuelle Prämienverbilligung (IPV) vorgesehen. 516,5 Millionen Franken werden für die Übernahme der Krankenkassenprämien von Personen eingesetzt, die Ergänzungsleistungen oder Sozialhilfe beziehen, sowie von vorläufig aufgenommenen Personen.
Für letztere sowie für Personen aus der Ukraine mit Schutzstatus S steigen die Übernahmen um 25 Millionen Franken, Dies gehe zulasten der IPV, schreibt der Regierungsrat. Diese Änderung geht auf ein Entlastungspaket des Bundes zurück. Während zwei Jahren muss der Kanton anstelle des Bundes diese Prämien übernehmen.






