Der See auf dem Plaine-Morte-Gletscher hat begonnen, sich zu entleeren. Deswegen warnt Lenk BE vor der Gefahr von Hochwasser und Springfluten.
So toste die Simme bei Lenk am 28. Juli 2018, als Schmelzwasser aus dem Plaine-Morte-Gletschersee sie anschwellen liess. (Archivbild)
So toste die Simme bei Lenk am 28. Juli 2018, als Schmelzwasser aus dem Plaine-Morte-Gletschersee sie anschwellen liess. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/PATRICK HUERLIMANN
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Das Wichtigste in Kürze

  • Auf Berg- und Wanderwegen entlang von Trübbach und Simme sei Vorsicht geboten.
  • 2018 hatte ein solches Auslaufen des Sees Schäden im Tal verursacht.

Die Gemeinde Lenk BE warnt Bevölkerung und Gäste vor der Gefahr von Hochwasser und Springfluten in Trübbach und Simme. Grund dafür ist, dass der See auf dem Plaine-Morte-Gletscher begonnen hat, sich zu entleeren.

«Auf den Berg- und Wanderwegen entlang dieser Gewässer ist Vorsicht geboten. Im und um den Gewässerraum besteht höchste Gefahr«, schreibt die Gemeinde Lenk im Simmental in einer am Sonntag publizierten Warnung auf ihrer Internetseite.

2018 gab es Schäden im Tal

2018 hatte ein solches Auslaufen des Sees Schäden im Tal verursacht. Im darauffolgenden Jahr wurde ein künstlicher Abflusskanal ins Gletschereis gegraben, so dass der See sich langsam und kontrolliert in diesen Überlauf entleeren konnte.

Dieser sogenannte «Bypass» ist auch in diesem Jahr wieder erstellt worden, wie die Gemeinde auf ihrer Internetseite schreibt. Es sei Wasser über diesen Kanal abgeflossen. Dennoch bestehe die Gefahr eines plötzlichen Wasserabgangs.

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