Leakte Tonaufnahmen von Staatsrat: Frau tot in See geborgen
Eine Frau hatte im Juli Audioaufnahmen des zurückgetretenen Tessiner Staatsrats Claudio Zali geleakt. Am Dienstag wurde sie tot aufgefunden.

Das Wichtigste in Kürze
- Am Dienstag wurde die Frau, die Tonaufnahmen des Tessiners Staatsrats Zali leakte, tot im Luganersee geborgen.
- Vor rund zehn Tagen soll die 52-Jährige bereits angegriffen worden sein.
- Zali gab Ende Juli infolge der Tonaufnahmen-Affäre zurück.
Die Frau, die im Juli Tonaufnahmen des damaligen Tessiner Staatsrats Claudio Zali veröffentlichte, ist laut RSI tot. Am Dienstag sei die 52-Jährige bei Melide im Luganersee geborgen worden.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber dem Fernsehsender, dass eine Untersuchung eingeleitet wurde. Die Todesursache sei noch nicht geklärt. Die Ermittler würden keine Annahmen ausschliessen, schreibt RSI.

Vor rund zehn Tagen soll die Frau bereits angegriffen worden sein. Einen Zusammenhang zwischen dem Vorfall und ihrem Tod gebe es aber derzeit nicht.
Tonaufnahme machte Gewaltaufruf von Zali publik
Im Juli kam es zur Affäre rund um eine durch das italienischsprachige Radio und Fernsehen RSI veröffentlichte Tonaufnahme.

Die über ein anonymes Instagram-Profil verbreitete Aufnahme gibt ein privates Gespräch wieder, das vor einigen Jahren zwischen einem Mann, identifiziert als Staatsrat Zali, und einer Freundin stattfand.
Diese bat ihn um Rat, wie sie eine Stalkerin loswerden könne. «Verprügle sie», sagte der heutige Staatsratspräsident in der Aufnahme. Er habe dies selbst ebenfalls getan.
Der kontroverse Staatsrat gab nach grossem Druck schliesslich seinen Rücktritt bekannt.










