Drogen

Lausanne will Drogen-Konsumräume für Waadtländer reservieren

Keystone-SDA
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Lausanne,

Die Stadt Lausanne reagiert auf die Crack-Krise und möchte die Drogenpolitik anpassen. Ihre Konsumräume sollen nur Waadtländern zur Verfügung gestellt werden.

Eine Person bereitet in einem Konsumraum für Drogensüchtige eine Drogendosis vor.
Um den Drogenhandel und -konsum im öffentlichen Raum einzudämmen, will die Stadt gleichzeitig die Polizeipräsenz in der Nähe des Konsumraums im Stadtzentrum verstärken. (Symbolbild) - keystone

Die Stadt Lausanne hat am Dienstag angesichts der Crack-Krise ihre Drogenstrategie angepasst. Sie hat beschlossen, ihre beiden Konsumräume ab 2026 nur noch Waadtländerinnen und Waadtländern zur Verfügung zu stellen.

Geschäftsleute, Abgeordnete und Anwohnende hatten nach der Eröffnung des zweiten Konsumraums für Drogensüchtige im Stadtzentrum von Lausanne im Jahr 2024 immer wieder Massnahmen gefordert, um die Sicherheitslage zu verbessern. Insbesondere das Aufkommen von Crack habe zu Gewalt und Unsicherheit im öffentlichen Raum geführt, wurde kritisiert.

Wie in Zürich, Basel oder Genf seien die bisher ergriffenen Massnahmen notwendig, reichten aber angesichts der aktuellen Krise nicht aus, sagte die zuständige SP-Gemeinderätin Emilie Moeschler am Dienstag an einer Medienkonferenz in Lausanne.

«Unsere Priorität ist es, die Lebensqualität und die Sicherheit im öffentlichen Raum zu erhalten und gleichzeitig die Betreuung der konsumierenden Personen zu verbessern», sagte Moeschler. Dies erfordere eine bereichsübergreifende und koordinierte Strategie.

Anpassungen bei den Öffnungszeiten

Entsprechend kündigte die Stadt an, dass ab 2026 der Zugang zu den beiden Konsumräumen – der eine an der Place de la Riponne im Stadtzentrum und der andere im Lausanner Stadtteil Vallon – Personen mit Wohnsitz im Kanton Waadt vorbehalten sein werden. Kontrolliert werden soll die Berechtigung von einem Gemeindeangestellten.

Weiter kündigte die Stadt an, die Öffnungszeiten der Anlaufstelle Riponne auszuweiten. Abends soll sie um 22.00 Uhr statt um 21.30 Uhr geschlossen werden. Die Anlaufstelle wird somit von Montag bis Samstag vormittags, nachmittags und abends geöffnet sein.

Verstärkte Polizeipräsenz

Längerfristig sollen die beiden Anlaufstellen an einem einzigen Standort zusammengefasst werden, der sich weder an der Riponne noch im Quartier Vallon befinden wird. Die Stadt prüfe die Zusammenlegung der sanitären Leistungen, etwa Mahlzeiten, Hygieneleistungen, kleine Jobs oder auch die Nachtunterkunft.

Um den Drogenhandel und -konsum im öffentlichen Raum einzudämmen, will die Stadt gleichzeitig die Polizeipräsenz in der Nähe des Konsumraums im Stadtzentrum verstärken. Ab dem 17. November werden vier Polizisten, die im Zweierteam arbeiten, rund um die Place de la Riponne eine 24-Stunden-Präsenz gewährleisten, was 20 Vollzeitstellen entspricht.

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Kommentare

User #2841 (nicht angemeldet)

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