Langenthaler Fasnacht verschärft Brandschutz wegen Crans-Montana
In Folge der Brandkatastrophe von Crans-Montana hat die Stadt Langenthal ihre Brandschutz-Bemühungen anlässlich der Fasnacht erweitert. Das Amt für öffentliche Sicherheit und die Stützpunktfeuerwehr kontrollieren im Vorfeld rund 60 Betriebe.

In einem ersten Schritt wurden die Betriebe angeschrieben und aufgefordert, die Bedingungen ihrer Bau- und gastgewerblichen Bewilligungen strikte einzuhalten, wie die Stadt Langenthal am Mittwoch mitteilte. Die Langenthaler Fasnachtsgesellschaft werde zudem die Cliquen für private Anlässe in Sachen Brandschutz instruieren.
Ein zweistufiges Kontrollverfahren im Vorfeld der Fasnacht wird laut der Mitteilung bereits seit einiger Zeit angewendet. Bisher lag der Fokus allerdings nicht auf dem Brandschutz, wie Martin Lerch, Ressortvorsteher öffentliche Sicherheit, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erklärte.
Heuer sei etwa der Brandschutzsachverständige der örtlichen Stützpunktfeuerwehr zum ersten Mal bei den Kontrollen dabei. Auch habe man Rücksprache mit der Gebäudeversicherung Bern (GVB) genommen. Eine systematische Kontrolle der Betriebe sieht diese laut Lerch allerdings nicht vor.
Im Kanton Bern übernimmt die GVB beim Brandschutz eine zentrale Rolle. Sie formuliert die Auflagen und kontrolliert die Gastrobetriebe sowie Nachtlokale alle fünf bis zehn Jahre auf deren Einhaltung. Im Rahmen der Gastgewerbegesetzgebung können aber auch die Regierungsstatthalterämter und Gemeinden Kontrollen durchführen.
Zum Schutz von grösseren Menschenansammlungen, wie sie an der Fasnacht jeweils vorkommen, hat die Stadt Langenthal gemäss der Mitteilung ebenfalls ihre Massnahmen erweitert. So kommen erstmals und versuchsweise Absperrmittel wie sogenannte Roadblocker oder Fahrzeuge zum Einsatz. Zudem sei das Zünden von Feuerwerk dieses Jahr untersagt.
Die Langenthaler Fasnacht geht vom 20. bis zum 24. Februar über die Bühne.










