Strenge Brandschutzvorschriften für Fasnacht im Misox
Mehr als 20’000 Besucherinnen und Besucher in fünf Tagen, verteilt auf Hallen, Zelte und Umzüge: Mit Blick auf die Ausgabe 2026 der Fasnacht in Roveredo GR bleibt der Brandschutz ein zentrales Organisationsthema. Die Massnahmen unterstehen den Kontrollen der Feuerwehrpolizei des Kantons Graubünden.

Wie die Organisatoren am Freitag an einer Medienkonferenz erklärten, sind die Brandschutzauflagen seit Jahren Bestandteil des Sicherheitskonzepts und keine neue Vorgabe. Die Feuerwehrpolizei führt vor der Eröffnung des Fasnachtsdorfs Begehungen durch und prüft unter anderem die verwendeten Materialien, Fluchtwege, elektrische Anlagen, Notbeleuchtung und Sicherheitseinrichtungen.
Das Dorf mit einer Haupthalle, mehreren Zelten sowie Getränke- und Essständen verfügt über vier klar gekennzeichnete Fluchtwege, die vom Sicherheitspersonal überwacht werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Dekorationsmaterialien, die strengen Entflammbarkeitsnormen entsprechen müssen, sowie der Anordnung der Innenräume und Tische. Auch die elektrischen Anlagen und Gasinstallationen der Stände werden kontrolliert und kurz vor Veranstaltungsbeginn zertifiziert. Zudem müssen alle Wagen und Gruppen des Fasnachtsumzugs mit Feuerlöschern ausgerüstet sein, die ebenfalls zuvor überprüft werden.
Die Kontrollen werden laut Organisatoren nicht an private Stellen delegiert, sondern direkt von der kantonalen Feuerwehrpolizei durchgeführt. Diese kann vor der Öffnung sofortige Anpassungen verlangen. Werden die Vorschriften nicht eingehalten, erhält die betreffende Einrichtung keine Betriebsbewilligung.
Mit einer Dauer von fünf Tagen und regelmässig über 20’000 Gesamtbesuchen zählt die Fasnacht «Lingera» zu den bedeutendsten Volksanlässen der italienischen Schweiz. Entsprechend seien die Einhaltung der Brandschutz- und baulichen Sicherheitsvorschriften eine unabdingbare Voraussetzung für die Durchführung der Veranstaltung und den Schutz des Publikums, betonten die Organisatoren.














