Luzerner Fasnacht – LFK-Präsi: Das darfst du nicht verpassen
Nau.ch stimmt dich in einer fünfteiligen Serie auf die Luzerner Fasnacht ein. Zum Start erzählt LFK-Präsident Flavio Boschian, was du nicht verpassen darfst.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Luzerner Fasnacht ist für viele Luzernerinnen und Luzerner der Höhepunkt des Jahres.
- Nau.ch blickt in einer fünfteiligen Serie auf das Volksfest voraus.
- Den Anfang macht Flavio Boschian, Präsident des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK).
- Die Luzerner Fasnacht findet ab dem 12. Februar statt.
Flavio Boschian ist 2025/26 der Präsident des Luzerner Fasnachtskomitees (LFK). Im Interview mit Nau.ch spricht Boschian über seine persönlichen Highlights und verrät, was man an der diesjährigen Luzerner Fasnacht auf keinen Fall verpassen darf.
Serie zur Luzerner Fasnacht
Folgt noch:
Berto Margraf, Wey-Zunftmeister
Stefan Hug, Fritschivater
Stefan Bucher, Präsident Maskenliebhaber-Gesellschaft
Markus Achermann, Dominus der Fidelitas Lucernensis
Nau.ch: Sie sind der höchste Fasnächtler – nur zwei Personen waren dabei bisher jünger als Sie. Was bedeutet Ihnen das Amt des LFK-Präsidenten?
Flavio Boschian: Ich habe ein wenig Mühe mit dem Satz, der höchste Fasnächtler zu sein. Das bin ich nicht. Ich darf das Luzerner Fasnachtskomitee mit den Zünften und Gesellschaften präsidieren.
Es ist ein Ehrenamt. Man arbeitet für diesen Posten sechs Jahre als Delegierter, ein Jahr als Vizepräsident, und im achten Jahr darf man Präsident sein. Das hat viel mit Arbeit zu tun, mit Herzblut. Mit Tränen, mit Arbeit und mit ganz viel Freude, um für die Luzerner Fasnacht etwas realisieren zu dürfen.
«Die beiden Umzüge sind sicherlich ein riesiges Highlight»
Nau.ch: Sie sind schon seit acht Jahren im LFK dabei. Worauf freuen Sie sich besonders als LFK-Präsident?
Boschian: Die beiden Umzüge sind sicherlich ein riesiges Highlight für mich. Ebenfalls, dass wir von der Zunft zu Safran auf das Schiff eingeladen wurden und von dort dem Nauen zusehen können, wie er einfährt.

Was auch ein Highlight für mich ist: Dass ich meine Kinder mitnehmen und ich ihnen das Fasnachtsvirus noch weiter einimpfen darf. Darauf freue ich mich ungemein.
Nau.ch: Dürfen Sie am Donnerstagmorgen auf den Fritschibrunnen?
Boschian: Nein, das dürfen wir nicht. Das ist historisch bedingt. Für mich ist es auch schön, vom Balkon herunterzuschauen.
Ich finde, dass dort der Fritschivater 2026, Stefan Hug, das Privileg haben soll, zusammen mit der Fritschi-Familie auf dem Brunnen zu sein. Es ist ihr Tag und ihre Fasnachtseröffnung. Sie sollen das in vollen Zügen geniessen.
Wir sind schon sehr dankbar, dass wir dort von einem kleinen Balkon hinunterschauen dürfen, so nahe und aus diesem Winkel. Das darf auch nicht jeder, das ist für mich schon Highlight genug.

Nau.ch: Sie sind ja auch seit Jahren selbst Fasnächtler. Was ist etwas ganz Lustiges, das Sie an der Luzerner Fasnacht erlebt haben?
Boschian: Ich glaube, jede Fasnacht hat ihre Eigenheiten und Highlights. Ich würde nicht spezifisch ein Highlight aussuchen.
Die letzte Fasnacht mit Bruno Schmid, dem alten LFK-Präsidenten, und Stefan Matter, war in meinen letzten 20 Jahren ein unglaubliches Highlight. Besonders wie sie mich unterstützt und mir ganz neue Facetten der Luzerner Fasnacht gezeigt haben.
«Ein absolutes Muss für jeden Fasnächtler»
Nau.ch: Was wollen Sie als LFK-Präsident den Fasnächtlern und den Besuchenden der Luzerner Fasnacht sagen, was sie dieses Jahr auf keinen Fall verpassen dürfen?
Boschian: Ich finde, die Tagwache am Schmutzigen Donnerstag ist ein absolutes Muss für jeden Fasnächtler. Ich war auch nicht jedes Mal dabei, das gebe ich auch zu. Aber wenn man geht, soll man es mit Herzblut und mit Verstand machen.
Genauso der Güdismäntig. Den sollte man auch nicht verpassen. Ebenso der Samstag. Es ist für mich brutal schwierig zu sagen, was man nicht verpassen darf.
Letzte Fasnacht war ich bei ganz verschiedenen Gruppierungen, beispielsweise bei Bastelgruppen und Guggenmusiken. Es ist alles ein Highlight.
Ich sage einfach: Nehmt die Familie mit, bastelt Masken, geht an die Fasnacht, lebt die Kultur und lasst euch die Kultur nicht verderben, sondern tragt sie im Herzen und gegen aussen. Das ist die Luzerner Fasnacht und was sie schlussendlich einzigartig macht.












