Stadt Bern

    Kündigung in Bern: Studierende müssen Notschlafstelle weichen

    Redaktion
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    Bern,

    Ab Mai befindet sich die Berner Finta-Notschlafstelle im Länggassquartier. Platz machen müssen dafür mehrere Studierende. Sie erhalten die Kündigung.

    frohbergweg bern
    Am Frohbergweg wohnen die Studentinnen und Studenten derzeit noch. - Screenshot Google Maps

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Berner Frauen-/Finta-Notschlafstelle zieht um.
    • Neu wird diese ab Mai am Frohbergweg beheimatet sein.
    • Dort leben aktuell jedoch Studierende.
    • Diese bekamen nun die Kündigung. Die Zeit für einige von ihnen rennt.

    Unangenehme Nachrichten für 44 Studierende in Bern. Sie müssen ihre möblierte Bleibe am Frohbergweg im Länggassquartier verlassen.

    Ab Mai soll nämlich dort die Frauen-/Finta-Notschlafstelle ihre Zelte aufschlagen. Diese zieht von der Kursaalstrasse um. Finta steht für die Geschlechteridentitäten Frau, Intergeschlechtlich, Non-Binär, Transgender und Agender.

    In einer Medienmitteilung vom Mittwoch schreibt die Stadt, dass sämtliche Studierende, die auf dem Stockwerk der geplanten Notschlafstelle leben, vorübergehend in andere Wohngelegenheiten umziehen können.

    Schrittweise sollen alle Stockwerke für andere Zwecke genutzt werden. Das Gebäude gehört der römisch-katholischen Gesamtkirchgemeinde Bern.

    «Alle waren schockiert»

    Vonseiten der Studierenden gibt es wegen der Kündigung Unmut. So sagt einer gegenüber «TeleBärn»: «Alle waren schockiert. Wir hatten nicht damit gerechnet.»

    Schon Ende März müssten er und seine Mitbewohnenden ihre Zimmer verlassen. Es gebe Studenten, die erst diesen Monat hergezogen seien, berichtet er.

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    Gemeinderätin Ursina Anderegg (Grünes Bündnis) kann den Missmut nachvollziehen. Dem Lokal-TV-Sender sagt sie aber auch mit Blick auf Zwischenlösungen: «Für zwei Drittel der aktuell Bewohnenden können wir eine Anschlusslösung im gleichen Haus auf einem anderen Stockwerk anbieten. Für das andere Drittel haben wir Liegenschaften angemietet, wo wir WG-Wohnungen zur Verfügung stellen können.»

    Ursina Anderegg
    Die Berner Bildungsdirektorin Ursina Anderegg. - Daniel Zaugg

    Dies bezieht sich auf diejenigen, die aktuell auf dem Stockwerk der neuen Notschlafstelle wohnen.

    Kommunikation wird bemängelt

    Die Kommunikation seitens der Stadt wird von den Studierenden kritisiert. Sie hätten sich zunächst darüber gewundert, dass sämtlichen Bewohnenden gekündigt worden sei, obwohl die Notschlafstelle nur ein Stockwerk beanspruche, erzählt der oben bereits erwähnte Student.

    Rechtlich bewegt sich die Stadt Bern bei dieser Angelegenheit im korrekten Rahmen. Die vertraglich festgelegten Kündigungsfristen würden meist bei einem Monat liegen, so Gemeinderätin Anderegg.

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    Kommentare

    User #9789 (nicht angemeldet)

    Ein teil der Schweiz schaut mit schauder und erregung wie der andere teil seine wohnung verliert..

    User #2073 (nicht angemeldet)

    Weit haben wir es gebracht

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