Die Taskforce Kultur fordert, dass die Kosten für Tests zum Erlangen eines Covid-Zertifikats weiterhin vom Staat übernommen werden. Der Kultursektor sei von einer Normalisierung noch weit entfernt, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
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Kultur (Symbolbild) - zVg

Das Wichtigste in Kürze

  • Wenn die Kosten ab dem 1. Oktober nicht mehr vom Staat übernommen würden, habe dies negative Auswirkungen auf die Besucherzahlen von Veranstaltungen, insbesondere wenn sie sich an ein junges und nächtliches Publikum richteten.

Gerade Menschen mit beschränkten finanziellen Mitteln dürften nicht benachteiligt werden.

Auch für Künstlerinnen und Künstler, die ein Zertifikat benötigten, um aufzutreten, und die oft nicht in einem Arbeitsverhältnis zum Veranstaltenden stünden, müsse der kostenfreie Zugang zu Tests aufrechterhalten werden.

Die Zertifikatspflicht werfe zudem Fragen und Ungleichbehandlungen auf. So sei es beispielsweise oft Zufall, ob für die Berufsausübung eine Zertifikatspflicht gelte oder nicht. Denn für Kunstschaffende, die per Arbeitsvertrag engagiert würden, gelte keine behördlich verordnete Zertifikatspflicht. Würden sie hingegen anderweitig engagiert, gelte die Zertifikatspflicht.

Eine wesentliche Forderung des Kultursektors sei auch, dass ein niederschwelliger Zugang zu Tests und Impfungen sowohl in zeitlicher, sprachlicher, örtlicher wie auch finanzieller Hinsicht bestehe.

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