Kita-Verband fordert nach Übergriffen in Bern Schwarze Liste!
Ein Kita-Mitarbeiter soll in Bern bei mindestens 15 Kindern übergriffig geworden sein. Der Kita-Verband Kibesuisse bringt nun eine Schwarze Liste ins Spiel.

Das Wichtigste in Kürze
- Nach den Übergriffen eines Kita-Mitarbeiters fordert der Kita-Verband eine Schwarze Liste.
- Auf dieser sollten Betreuer stehen, gegen die ein Berufsverbot ausgesprochen wurde.
Nach den nun bekannt gewordenen Übergriffen eines Kita-Mitarbeiters in Bern auf mindestens 15 Kinder werden Forderungen nach einer Schwarzen Liste laut. Einem Mann werden 50 Übergriffe an Kindern vorgeworfen.
Anders als bei Lehrpersonen gebe es eine solche Liste für Kita-Betreuer nicht, sagte Maximiliano Wepfer, Mediensprecher von Kibesuisse, dem SRF. In solch einer Art Register könnten Personen gelistet werden, gegen die ein Berufsverbot ausgesprochen wurde.

«Betreuungsarbeit ist Vertrauensarbeit und ein solcher Fall untergräbt dieses Vertrauen ganz klar», sagt Wepfer.
Sein Verband Kibesuisse setzt sich für die Interessen im Bereich Kinderbetreuung in der Schweiz ein.
Kantone werfen bereits Blick ins Strafregister
Auch ohne Schwarze Liste wirft das Amt für Integration und Soziales im Kanton Bern bereits einen Blick ins Strafregister.
Seit 2024 würden die Kantone das übernehmen, sagt Manuel Michel, der Vorsteher des Berner Amtes, dem SRF.
Am Ende entschieden aber die einzelnen Kita-Träger, wen sie einstellen und wen nicht.
In einer Berner Krippe soll es zu den letzte Woche bekannt gewordenen Übergriffen gekommen sein. Ein Mitarbeiter wurde deshalb bereits im Frühjahr 2024 verhaftet.
An mindestens 15 Kindern soll er sich vergriffen haben. Die 50 Übergriffe geschahen in Bern, aber auch in einer weiteren Kita.
Die Staatsanwaltschaft erhob nach Ermittlungen im Juli Anklage. Der Prozess soll im kommenden April stattfinden. Der Beschuldigte sitzt in Untersuchungshaft.








