Keine Zweitwohnungen mehr in neun weiteren Gemeinden
In neun Gemeinden liegt der Zweitwohnungsanteil neu über zwanzig Prozent. An diesen Orten in den Kantonen Bern, Graubünden, Genf, Tessin, Waadt und Jura dürfen voraussichtlich keine neuen Zweitwohnungen mehr gebaut werden. Hingegen gilt das Verbot, neue Zweitwohnungen zu bauen, in drei Gemeinden nicht mehr.

331 Gemeinden, vorwiegend solche in den Alpen, haben einen Zweitwohnungsanteil von über zwanzig Prozent, wie der Bund am Dienstag weiter mitteilte. Auf deren Gebiet dürfen neue Zweitwohnungen nur noch in Ausnahmefällen gebaut werden, beispielsweise, wenn sie als Einliegerwohnungen vermietet werden.
Dies ergibt sich aus der Auswertung der Wohnungsinventare der Gemeinden durch das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE). Entwickelt hat sich dies so einerseits wegen Gemeindefusionen und andererseits, weil letztjährige Zweitwohnungsgemeinden während des Prüfverfahrens ihre Daten zu Gebäuden und Wohnungen bereinigten. Damit sank ihr Zweitwohnungsanteil in einzelnen Fällen wieder unter 20 Prozent.
Zu den Gemeinden, in denen voraussichtlich keine neuen Zweitwohnungen gebaut werden dürfen, gehören Seehof und Ligerz im Kanton Bern, Lostallo in Graubünden, Céligny im Kanton Genf, Muzzano und Tenero-Contra im Tessin, Mauraz in der Waadt und Moutier im Kanton Jura. Sie befinden sich im Prüfverfahren. Locarno TI ist bereits vom ARE überprüft, festgestellt wurde dort ein Zweitwohnungsanteil von über 20 Prozent.
Unter 20 Prozent gefallen ist der Zweitwohnungsanteil hingegen in Schelten und Nods im Kanton Bern und in Pleigne im Jura.






