Keine grösseren Schäden durch Starkregen im Tessin
Nach Starkregen im Tessin entspannt sich die Lage wieder. Am meisten Regen gab es im Onsernonetal.

Im Tessin haben sich die Schäden nach einer zweiten Nacht mit Starkregen in Grenzen gehalten. Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, hob die entsprechende Unwetterwarnung am frühen Freitagmorgen um 6 Uhr auf.
In den vergangenen 48 Stunden seien in einigen Gebieten auf der Alpensüdseite zwischen 100 und 150 Millimeter Regen gefallen.
Am meisten Regen gab es demnach im Onsernonetal. In Mosogno TI wurden gut 200 Millimeter Niederschlag registriert. Auf der Alpennordseite seien im gleichen Zeitraum 20 bis 50 Millimeter Regen gefallen, im Jura bis zu 90 Millimeter.
Regenpausen mildern Situation
In der Nacht auf Freitag habe es längere Regenpausen gegeben, schrieb der Wetterdienst Meteonews in seinem Blog. Entsprechend sei der Pegelstand der Maggia schon wieder deutlich zurückgegangen.
Zwar sei der Pegelstand des Lago Maggiore mit den Niederschlägen um mehr als einen halben Meter angestiegen. Da die Ausgangshöhe aber unterdurchschnittlich gewesen sei, stelle dies kein Problem dar.
Bereits am Mittwochabend waren vorsorglich die Zufahrten zum Pontirone-, Malvaglia- und Bavonatal gesperrt worden. Die Sperrung galt am Freitag vorerst weiterhin.
Vorsichtsmassnahmen und Evakuierungen
Im Locarnese war laut RSI zudem wegen eines Erdrutsches die Strasse zwischen Monte Verità und Ronco sopra Ascona gesperrt. In Cugnasco hätten rund hundert Personen vorsorglich einen Campingplatz verlassen müssen.
Betroffen vom Unwetter waren auch die Bündner Südtäler. In Lostallo im Misox GR waren ebenfalls am Mittwochabend vorsichtshalber elf Personen evakuiert worden. Sieben weitere verliessen ihre Behausungen nach Behördenangaben freiwillig.
Am Freitag musste ausserdem im Puschlav die Strasse zwischen Brusio und Viano nach einem Steinschlag gesperrt werden.