Kantone starten Kampagne gegen Geldspielsucht
Die Schweizer Kantone und Liechtenstein haben eine neue Kampagne gegen Geldspielsucht gestartet. Angesichts der bevorstehenden Sport-Weltmeisterschaften soll sie insbesondere junge Männer auf Gefahren und Hilfsangebote aufmerksam machen.

Zu wenige Betroffene würden bei Geldspielsucht Hilfe suchen, deshalb werde nun die Kampagne «Game-Changer» lanciert, teilten die Schweizer Kantone und das Fürstentum Liechtenstein am Donnerstag mit. Die Sucht bleibe oft lange unbemerkt.
Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2022 weisen rund zehn Prozent der Männer zwischen 15 und 24 Jahren ein problematisches Spielverhalten auf. Das entspreche über 40'000 Personen. Im Jahr 2024 wurden zudem mehr als 18'000 neue Spielsperren verhängt. Die Schulden von Betroffenen, die eine Beratungsstelle aufsuchen, belaufen sich im Mittel auf rund 93'000 Franken.
Eine Studie von Sucht Schweiz unterstreicht das Problem: Von rund 2000 befragten jungen Menschen gab die Hälfte an, oft Werbung für Sportwetten zu sehen. Gleichzeitig erklärten über 40 Prozent, noch nie über die Risiken aufgeklärt worden zu sein.
Die Kampagne starten die Behörden bewusst vor den anstehenden Weltmeisterschaften im Eishockey und Fussball. Sportwetten könnten rasch zu Problemen führen, insbesondere wenn online gespielt werde.






