Advent

Kanton Zürich will zwölf Sonntagsverkäufe

Simon Binz
Simon Binz

Zürich,

Eigentlich erlaubt das Schweizer Arbeitsgesetz nur vier Sonntagsverkäufe pro Jahr. Der Kanton Zürich möchte aber in Zukunft deren zwölf.

Sonntagsverkauf
Zusätzliche Sonntagsverkäufe als Hilfe für den Detailhandel sind stets ein Thema. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Zürich fordert, dass Kantone pro Jahr bis zu 12 Sonntagsverkäufe bewilligen dürfen.
  • Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats hat sich dafür ausgesprochen.
  • Als Nächstes entscheidet die entsprechende Kommission im Nationalrat.

In der Schweiz dürfen Geschäfte in den meisten Regionen bislang an höchstens vier Sonntagen im Jahr öffnen, wobei die Adventszeit besonders umsatzstarke Verkaufstage bietet. Während in touristischen Gebieten während der Saison eine Sonntagsöffnung erlaubt ist, bleibt diese Option in städtischen Gebieten untersagt. Nun gibt es Bestrebungen, die Zahl der erlaubten Sonntagsverkäufe zu erhöhen.

So fordert eine Standesinitiative des Kantons Zürich eine entsprechende Erhöhung von heute vier auf zwölf Sonntage. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats hat der Initiative mit 10 zu 2 Stimmen Folge gegeben. Als Nächstes entscheidet die entsprechende Kommission im Nationalrat.

Braucht es zwölf Sonntagsverkäufe pro Jahr?

Zur Diskussion steht ausserdem eine Motion des FDP-Nationalrats Philippe Nantermod. Diese sieht vor, dass lokale Geschäfte mit kleinem Sortiment an Sonntagen öffnen dürfen. Während der Nationalrat der Motion zugestimmt hat, spricht sich die vorberatende Kommission des Ständerats dagegen aus.

Parmelin will Sonntagsverkäufe in städtischen Tourismusgebieten

Wirtschaftsminister Guy Parmelin schlägt währenddessen vor, Sonntagsverkäufe auch in städtischen Tourismusgebieten zu ermöglichen, ähnlich wie in klassischen Tourismusregionen. Dies soll jedoch ausschliesslich für Geschäfte gelten, die überwiegend internationale Kundschaft bedienen, wie Luxus- und Souvenirgeschäfte.

Zwölf Sonntagsverkäufe
Sind die Geschäfte in den Schweizer Städten künftig an zwölf Sonntagen offen? - keystone

Die Regelung wäre zudem auf Städte mit mehr als 60'000 Einwohnerinnen und einem Anteil von mindestens 50 Prozent ausländischer Hotelgäste begrenzt. Zwar wird der Grundgedanke von einer breiten Allianz aus Kantonen, Organisationen und Branchen begrüss. Doch laut «SRF» kritisieren sie die Sonderregelung als zu kompliziert und kaum umsetzbar und fordern Nachbesserungen.

Kommentare

User #4947 (nicht angemeldet)

Und wer kritisiert die Arbeitszeiten der Flughafen Mitarbeiter?… Die haben dafür Tage frei, an denen sie zur Post, Gemeinde, Bank, etc. gehen können und profitieren davon. Dieses alt eingesessene "Mo-Fr" ist einfach nicht mehr zeitgemäss. Jeder sollte die Möglichkeit haben, an seinen freien Tagen seine Dinge erledigen zu können, anstatt dafür extra frei nehmen zu müssen.

User #8803 (nicht angemeldet)

Wie sind eigentlich die Arbeitszeiten von so einem Wirtschaftsminister? Und wer ist später für die Probleme zuständig, die entstehen, weil die Menschen keine Familienzeit mehr haben? Vielleicht mal weiter denken. Im HB sind die Läden täglich lange geöffnet, das genügt.

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