Jungen und Familien geht im Januar das Geld aus
Ein Drittel der Personen in der Schweiz schnallt den Gürtel im Januar enger. Besonders betroffen vom Loch im Portemonnaie sind Junge und Familien.

Das Wichtigste in Kürze
- Vor allem Junge und Familien müssen im Januar den Gürtel enger schnallen.
- Denn zum Jahreswechsel flattern zahlreiche und auch hohe Rechnungen ins Haus.
- Von steigenden Versicherungsprämien ist vor allem die Mittelschicht betroffen.
Das Januarloch im Portemonnaie ist mehr als bloss ein Mythos, wie eine Umfrage von Comparis zeigt: Ein Drittel der Erwachsenen erleben zum Jahresbeginn eine Verschlechterung der Finanzlage, viele geben deutlich weniger aus. Grund dafür sind aber nicht übertriebene Ausgaben zum Jahresende.
Besonders betroffen sind junge Erwachsene (18-35 Jahre) sowie Familien: 35 Prozent, respektive 39 Prozent sehen im Januar einen finanziellen Engpass. Bei Personen mit einem Einkommen von weniger als 4000 Franken pro Monat sind es gar 43 Prozent. Hingegen ist nur jeder Vierte mit einem Monatslohn von mehr als 8000 Franken betroffen.
Entsprechend sind es auch die jungen Erwachsenen, die versuchen, im Januar weniger Geld auszugeben. Über alle Alterskategorien hinweg sind es auch noch 35 Prozent.
Doch woher kommt das Loch im Portemonnaie?
Da sind die Ausgaben für die Festtage und die guten Vorsätze. Doch wichtiger sind laut der Umfrage die Rechnungen, die zum Jahreswechsel ins Haus flattern. Beispielsweise für Motorfahrzeugsteuer, ÖV- und Fitness-Abos, Versicherungen wie Hausrat- und Privathaftpflicht, Gebäude-, Lebens-, Zusatz- und Krankenkassen-Grundversicherung.
Vor allem die erwarteten Versicherungsprämien bereiten oftmals Sorgen. Hiervon ist die Gruppe mit weniger als 4000 Franken Monatseinkommen weniger betroffen. Sie erhält staatliche Entlastung, wie Comparis-Finanzexperte Michael Kuhn erklärt. «Die Mittelschicht hingegen muss die steigenden Kosten, etwa für die Krankenkassenprämien, selbst stemmen.»












