«10vor10»-Wasiliki: «Leute denken, ich habe meinen Mann importiert»
«Etwas, das immer mitschwingt»: «10 vor 10»-Moderatorin Wasiliki Goutziomitros offenbart die schrägsten Vorurteile über ihre Herkunft.
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Das Wichtigste in Kürze
- In einem Interview diskutieren Wasiliki Goutziomitros und Sarah Jost über Migration und Herkunft.
- Dabei erzählen die beiden von den schrägsten Vorurteilen über ihre Herkunft.
- Manche glauben sogar, Goutziomitros habe ihren griechischen Mann «importiert».
«Die Griechin schwingt immer ein wenig mit.»
«10 vor 10»-Moderatorin Wasiliki Goutziomitros (49) kennt Vorurteile nur zu gut.
Auch Sarah Jost vom Regionalvorstand der SRG Deutschschweiz weiss, wie es ist, wenn andere einen Menschen schon vor dem ersten Wort in eine Schublade stecken.
Im SRG-Interview sprechen die beiden Frauen offen über Herkunft, Klischees – und einen ziemlich speziellen Hochzeits-Irrtum.

Ein Kelch, ein Stapel Frage-Kärtchen – und schon geht es ans Eingemachte.
Wasiliki Goutziomitros und Sarah Jost ziehen abwechslungsweise Fragen zum Thema Migration und Herkunft.
Dabei wird schnell klar: Beide Frauen haben einiges zu erzählen.
«Sehe nicht so aus, wie ich heisse»
Bei Wasiliki Goutziomitros verrät bereits der Name, wo ihre Wurzeln liegen. Die Moderatorin selbst sagt allerdings: «Ich sehe nicht so aus, wie ich heisse.»
Ihre griechische Herkunft begleitet sie trotzdem durchs Leben. Mal mehr, mal weniger. Besonders deutlich bekam sie das während der griechischen Finanzkrise zu spüren.
«Faul und habt Schulden»
Egal wo, wann und mit wem: Zu dieser Zeit war sie immer «die Griechin». Stereotype inklusive – à la «Ihr Griechen seid faul und habt Schulden», erzählt die Moderatorin.
Für die in der Schweiz geborene und aufgewachsene Moderatorin eine «krasse Erfahrung».
Schliesslich hatte sie persönlich mit der Finanzkrise in Griechenland nun wirklich nichts zu tun.
Besonders amüsant wird es bei der Frage, was andere Menschen über sie annehmen, bevor sie überhaupt ein Wort gesagt hat.
Sobald Menschen ihren griechischen Namen hören, würden manche offenbar automatisch eine ganz bestimmte Geschichte zusammensetzen: Sie hätten das Gefühl, sie sei erst vor rund zehn Jahren – mitten in der Finanzkrise – in die Schweiz gekommen.
«Das ist etwas, das immer mitschwingt», erklärt Goutziomitros.
Ehemann «in der Finanzkrise importiert»
Auch ihr griechischer Mann kommt nicht ungeschoren davon, erzählt die 49-Jährige. Die beiden haben nämlich genau vor zehn Jahren geheiratet – mitten in der Finanzkrise.
Lachend erzählt sie: «Alle meinten, ich hätte ihn in der Finanzkrise importiert.»
Dabei war er längst eingebürgert und Schweizer, als sie sich kennenlernten.
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Auch Sarah Jost kennt solche Überraschungsmomente.
Ihr Name passe ebenfalls nicht zu dem Bild, das sich manche Menschen von ihr machen: «Wenn man meinen Namen hört, denkt man nicht, dass ich schwarz bin.»
Die Tochter eines ghanaischen Vaters und einer Schweizer Mutter sorgt dann offenbar regelmässig für überraschte Gesichter. Spätestens, wenn sie mit ihrer unverkennbaren «Zürischnure» loslegt.
Und damit nicht genug: Auch ein paar Innerschweizer Begriffe gehören zu ihrem Wortschatz.
Enge Verbindung
Bei Wasiliki Goutziomitros ist die Verbindung zu Griechenland ohnehin eng. Ihre Eltern stammen aus der hellenischen Republik, genauer aus dem 912-Seelen-Dorf Livadero im Landesinneren.
Sie selbst wurde allerdings in der Schweiz geboren und wuchs hier auf. Studiert hat sie in Deutschland.
Die 49-Jährige wuchs mit griechischen Eltern in der Schweiz auf und moderiert seit 2022 «10 vor 10» bei SRF.

Ihre griechischen Wurzeln waren auch beruflich immer wieder Thema. 2010 brachte sie in der Reihe «SF unterwegs» griechische Kultur in die Schweizer Wohnzimmer.
Während der Finanzkrise kehrte sie zudem als Sonderkorrespondentin für SRF nach Griechenland zurück.
Seit 2022 gehört Goutziomitros zum Moderationsteam von «10 vor 10».














